Halberstadt l Ein Highlight der Saison und eine willkommene Abwechslung zum Punktspielalltag erwartet den Fußball-Regionalligisten VfB Germania Halberstadt heute Abend um 19 Uhr im Friedensstadio­n. Das Landespokal-Viertelfinale gegen den Drittligisten Hallescher FC bietet der Körner-Elf auch ein Stück weit die Chance, sich für die deutliche Heimniederlage gegen den Berliner AK zu rehabilitieren.

Körner hat das BAK-Spiel ausgewertet

„Man hat ja direkt nach dem Spiel eher eine subjektive Einschätzung. Nach der Videoanlayse muss man schon sagen, dass wir ein Stück weit an unserer Zweikampfschwäche gescheitert sind“, blickte Trainer Sven Körner auf das 1:5 gegen den Berliner AK zurück. „Wir hatten schon viele Ballgewinne, haben die Angriffe dann aber nicht gut ausgespielt, die Bälle zu einfach verloren oder sind nicht ins letzte Drittel und damit zu sauberen Abschlüssen gekommen. Bis zum Gegentor und auch danach haben wir inhaltlich viel richtig gemacht, mussten uns dann aber auch der Wucht, Präsenz und vor allem in der zweiten Halbzeit der Effektivität der Berliner geschlagen geben. Das ist ein Ergebnis, das weht tut, ein 1:5 Zuhause ist schon hart und auch nicht in unserem Ermessen“, analysierte Sven Körner.

In den Trainingseinheiten bis zum heutigen Landespokal-Viertelfinale gegen den Halleschen FC steht die Regeneration im Vordergrund, „damit der Körper wieder bei 100 Prozent ist. Es ist doch schön, dass wir nach der Niederlage vom Freitag am Dienstag schon wieder spielen. Es bietet die Möglichkeit, das Ergebnis vergessen zu machen. Und das in einem Spiel, in dem vor allem die Basics gefragt sind wie Physis und Zweikampfführung, in das man alles reinhaut“, kommt dem Germania-Coach der Pokalkracher gegen die Hallenser nicht ungelegen.

Bilder

Fußball muss mehr männerbehaftet sein

„Es heißt zwar, dass man in solchen Spielen nichts zu verlieren hat. Die eigene Courage schon. Es gilt den Gegner sauber in Zweikämpfen zu bearbeiten, aggressiv zu sein. Am Freitag hatten wir eine Gelbe Karte für ein taktisches Foul, das ist kein Abstiegskampf, da muss der Fußball mehr männerbehaftet sein. Fußballspielen allein reicht nicht“, erwartet Sven Körner von seiner Mannschaft volle Lauf- und Einsatzbereitschaft.

Veränderungen in der Startelf angekündigt

Personell kündigte der Halberstädter Coach die ein oder andere Änderung in der Start­elf an. Die letzte Bewegung im Kader hatte es kurz vor Ende der Transferperiode am 31. Januar gegeben. Dennis Blaser war am Freitag in zivil im Friedensstadion, den Stürmer zieht es zu seinem ehemaligen Trainer Max Dentz, der den dänischen Zweitligisten Naest­ved IF trainiert. „Bei solchen Wechseln spielt alles zusammen, das ist eben Fußball. Die Situation kam auf Spieler und Verein zu, da haben wir uns zusammengesetzt. Dennis hat sich gut bei uns entwickelt, sich auch in der Vorbereitung wieder seinen Platz erarbeitet. Ich hätte gern mit ihm weiter gearbeitet, er ist ein guter Junge, sehr leistungsbereit und wissbegierig und auch als Typ ein angenehmer Mensch“, so Körner. Als Ersatz hatte der VfB Germania bereits vor dem Freitagspiel gegen den Berliner AK Marvin Temp bekannt gegeben, der 19-jährige Stürmer wurde bis zum Saisonende vom 1. FC Magdeburg ausgeliehen.

Für das Pokalspiel gegen den Halleschen FC hofft der VfB Germania auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, Eintrittskarten gibt zum Preis von 10 Euro (Stehplätze) und 15 Euro (Sitzplätze) an der Tageskasse.