Halberstadt l „Am Ende fällt der Sieg ein, zwei Tore zu hoch aus“, in dieser Hinsicht waren sich Gästecoach Dirk Kunert und Germania-Trainer Sven Körner einig. Dass die drei Punkte für den Berliner AK verdient war, daran gab es keine Zweifel.

Germania früh in Rückstand

Beide Teams gingen mit zwei Winter-Neuzugängen in die Partie, beim VfB Germania spielte Anton Kanther auf der Sechs und Benyas Solomon Junge-Abiol auf der rechten Außenbahn. Nach einem Abtasten in den Anfangsminuten gerieten die Germanen mit der ersten Chance in Rückstand. Neuzugang Andac Güleryüz versenkte eine Eingabe von Tolcay Cigerci (13.). Bitter für die Halberstädter, weil vorher ein klares Foul im Mittelfeld ungeahndet blieb. Allerdings verteidigte die Germania hier, wie auch später in entscheidenden Situationen, zu passiv.

Der Treffer hinterließ Spuren bei der Heimelf, doch Keeper Florian Sowade verhinderte gegen Enes Küc, Leander Siemann und Andac Güleryüz Schlimmeres. Seine Vorderleute zeigten in der Offensive zwar einige gute Ansätze, leisteten sich aber zu viele leichte Ballverluste und trafen im letzten Drittel oft die falsche Entscheidung. Bei der einzigen guten Chancen in Halbzeit eins wurde Patrik Twardzik nach Vorarbeit von Elias Löder im letzten Moment von Justin Gerlach gestoppt (39.). Kurz vor der Pause setzte es den nächsten Rückschlag für die Heimelf. Der im Strafraum liegende Enes Küc wurde von einem Mitspieler angeschossen, rappelte sich wieder auf und traf aus Nahdistanz zum 0:2 (42.).

Bemühungen bleiben erfolglos

Auch nach dem Seitenwechsel war Germania das Bemühen nicht abzusprechen, Twardzik hatte mit einer ungenauen Eingabe (50.) und nur eine Minute später mit einem Flachschuss gute Gelegenheiten. Die Gäste waren vor dem Tor effektiver, Kapitän Shawn Kauter erhöhte per Kopf nach einem Eckball auf 0:3 (57.). Die Torpremiere von Benyas Solomon Junge-Abiol sorgte nur drei Minuten später für einen Hoffnungsfunken, Batikan Yilmaz hatte den Winter-Neuzugang nach Berliner Ballverlust freigespielt.

Halberstadt versuchte viel, kam aber kaum gefährlich vor das BAK-Gehäuse. In eine kurze Druckphase hinein sorgten die Berliner mit dem 1:4 für die Entscheidung. Abu Bakarr Kargbo vollendete ein Zuspiel das ebenfalls eingewechselten Rintaro Yajima. Der technisch anspruchsvolle Abschluss zeigte einmal mehr die größere individuelle Klasse der Berliner. Ebenso das Solo von Enes Küc zum 1:5, der gleich drei Germania-Verteidiger vor dem Strafraum düpierte (87.).

Fokus liegt nun auf den Pokal

Nun gilt es die Niederlage so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen, schon am Dienstag wartet der Pokalkracher gegen den Halleschen FC.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade - Pläschke Ambrosius, Schmedemann, Wenzel - Kanther - Junge-Abiol, Löder (64. Aral), Bretgeld (78. Popowicz), Yilmaz (65. Grzega) - Twardzik;

Berliner AK: Kühn - Belegu, Kauter, Gerlach, Siemann - Iraqi, Cigerci (64. Yajima) Kahraman, Abu-Alfa (80. Razeek) - Küc, Güleryüz (72. Kargbo);

Torfolge: 0:1 Andac Güleryüz (11.), 0:2 Enes Küc (42.), 0:3 Shawn Kauter (57.), 1:3 Benyas Solomon Junge-Abiol (60.), 1:4 Abu Bakarr Kargbo (78.), 1:5 Enes Küc (87.); Schiedsrichter: Daniel Köppen (Nichel);

Zuschauer: 341.