Halberstadt l Die Harzer Volksstimme unterhielt sich dazu mit Danny König, Trainer des VfB Germania Halberstadt.

Volksstimme: Herr König, der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) plant den Re-Start der Regionalliga Nordost am 4./5./6. Dezember. Zuvor war die Rede vom 25. November. Kommt das dem VfB Germania Halberstadt entgegen oder hätten Sie lieber schon früher begonnen?

Danny König: Tatsächlich ist es egal, wenngleich wir auch schon früher gespielt hätten. Meine Mannschaft hinterlässt nämlich derzeit weiter einen guten Eindruck, die Spieler haben individuell ihren Plan gut und verantwortungsvoll abgearbeitet. Wir sind eine knappe Woche im Training, alles sieht sehr ordentlich aus, entsprechend doch lieber früher als später.

Obwohl vor wenigen Wochen kommuniziert wurde, dass alle Nordost-Vereine geschlossen für den Re-Start sind, regt sich jetzt Widerstand. Neben Lok Leipzig haben einige Berliner Vereine ihr Bedenken bekundet. Berlin lässt aktuell wegen der Infektionsverordnung des Landes zudem keinen Spielbetrieb der Vereine zu. Wie ordnen Sie das ein?

Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich: Für mich ist es nicht nachvollziehbar. Ich sehe es ähnlich wie die Verantwortlichen beim FC Energie Cottbus: Wir treiben den Sport um ihn zu betreiben, nicht um Lösungen zu finden, ihn nicht zu betreiben. Damit bin ich natürlich mehr auf einer sportlichen Ebene unterwegs, es gibt auch andere Sichtweisen. Ich frage mich, wie die Vorschläge von Lok Leipzig im Einklang mit der sportlichen Leitung sein können. Da möchte man Ende Januar wieder einsteigen, das wären zwei, fast zweieinhalb weitere Monate. Da fehlt doch den Fußballern jedes Ziel.

Für Sie und den VfB Germania wäre das Heimspiel gegen Hertha BSC II am Nikolaustag der Neustart. Bereiten Sie sich ab sofort gezielt darauf vor?

Dazu werden in den nächsten Wochen alle relevanten Punkte abgearbeitet, aktuell ist das noch zu weit weg.

Ein paar Spieler waren angeschlagen oder leicht kränklich. Wie geht es denen jetzt?

Patrik Twardzik hat sich auskuriert und ist wieder am Start. Hendrik Kuhnhold ist nach seinem Mittelfußbruch auch schon die ganze Woche voll dabei. Paul Niehs ist nicht mehr krank, auch er ist wieder fit. Gino Dörnte hatte Mitte der Woche einen MRT-Termin, da müssen wir noch die Auswertung abwarten.

Damit sind bis auf die Langzeitverletzten Batikan Yilmaz und Niclas Knoop alle einsatzfähig. Das Team ist entsprechend motiviert?

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut, alle haben sich gefreut, wieder als Mannschaft trainieren zu können. Klar, am ersten Tag ging es noch etwas holprig zu, aber das ist normal. Wir nutzen die kommenden Tage, um die Fitness zu erhalten und auch taktisch vorbereitet zu sein. Weil kein Gegner unmittelbar vor der Tür steht, bleibt dafür Zeit. Es hat also auch Vorteile, noch etwas Zeit zu haben.