Osterwieck l Die Fußballer vom SV Eintracht machen da weiter, wo sie am Saisonende 2018/19 aufgehört haben: Sie schießen viele Tore und gewinnen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung kam die Eintracht zum ersten Heimsieg und kletterte gleichzeitig auf den ersten Tabellenplatz.

Dabei fing es aus Gastgeber-Sicht nicht optimal an. Osterwieck verschlief die Anfangsphase komplett. Zwei individuelle Fehler brachten das Gästeteam mit einem Doppelschlag in der dritten und neunten Minute in Führung. Erst verlor Matthias Hauch hinten den Ball, kurz danach zeigte sich auch Christian Odenbach zu nachlässig beim Ballbesitz. Florin Försterling und Franz Lüderitz sagten jeweils „Danke“.

Gastgeber drückt Stempel auf

Und die Darlingeröder hatten sogar die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. Mit weiterem Verlauf drückte dann aber der Gastgeber dem Spiel seinen Stempel auf und drehte die Begegnung innerhalb von 17 Minuten deutlich zu seinen Gunsten. Nach einem Foul an Valentin Schmidt verwandelte zunächst Kevin Hildach den fälligen Elfmeter zum 1:2 (26.). Wenig später glich er zum 2:2 aus. Noch vor der Pause sorgte Defensivspieler Mark Schröder mit seinem Doppelpack für einen komfortablen 4:2-Vorsprung der Gastgeber.

Schon jetzt war zu spüren, dass vor allem die Gäste diesem Vollgas-Fußball Tribut zollen mussten. Die sommerlichen Temperaturen im Ratsgarten hatten da ebenfalls ihren Anteil. Die Eintracht-Fans waren sich sicher: „Da geht bestimmt noch was.“

Selbstbewusstes Auftreten

Mit Wiederanpfiff setzte die Eintracht ihr selbstbewusstes Auftreten fort. Seit Monaten zeichnet das Team aus, das es keine Probleme hat, einen Rückstand zu drehen, denn vorne wird die Binder-Elf immer wieder gefährlich und ist gut für so manchen Treffer.

Zu großen Teilen war es in den zweiten 45 Minuten ein Spiel auf ein Tor, Darlingerode wurde permanent unter Druck gesetzt und kam nur noch selten aus der eigenen Hälfte. Offensiv demonstrierte Osterwieck dazu seine top Qualität. Hildach mit einem zweiten Strafstoßtor (48.), Schröder mit seinem dritten Treffer (64.) und Jonas Hegewald (81.) schraubten das Ergebnis hoch. Für die Gäste hatte Alexander Preiss zwischenzeitlich auf 5:3 verkürzt (50.).

Trotz aller Euphorie gibt es eine Negativnachricht. Osterwiecks Torjäger der Vorsaison, Philipp Matzelt, fällt mit einer Knieverletzung womöglich lange aus. Vor dem Spiel wurde er von Staffelleiter Daniel Schlüter mit der Torjägerkanone geehrt.