Halberstadt l Trotz der 0:1-Niederlage beim VfB Auerbach sah Trainer Andreas Petersen eine starke Vorstellung seines Teams. Zum dritten Mal in Folge mussten die Halberstädter bei einer Mannschaft antreten, die noch in der Verlosung um die Abstiegsplätze dabei war. Und zum dritten Mal musste die Petersen-Elf mit einer unglücklichen Niederlage die Heimreise antreten.

Germania rotiert

Obwohl das Trainerteam – auch bedingt durch die Ausfälle der gesperrten Philipp Blume und René Twardzik – ordentlich rotierte, legten die Halberstädter los wie die Feuerwehr. „In den ersten 30 Minuten hat die Mannschaft fußballerisch ein richtig gutes Spiel abgeliefert, da war selbst Auerbach überrascht. Leider haben sich die Jungs nicht für die gute Leistung belohnt“, trauerte Petersen einigen klaren Chancen hinterher, die sein Team in dieser starken Anfangsphase liegen gelassen hat.

Schon in der zweiten Minute hatte Rolf Sattorov, der wie Marcelo Franceschi, Alysson Vargas und zuletzt auch Kay Michel weniger Spielpraxis bekam, eine hundertprozentige Möglichkeit zur Führung. Drei Meter vor dem Tor traf er den Ball nur mit dem Scheinbein und verfehlte das Auerbacher Gehäuse knapp. Im weiteren Verlauf verpassten Florian Beil, Gilian Jurcher und Tim Oschmann bei guten Torgelegenheiten die mögliche Führung.

„Es schien nur eine Frage der Zeit, dann bekommen wir aus einem eigenen Eckball heraus einen Konter und geraten in Rückstand“, schildert der Halberstädter Trainer den Auerbacher Führungstreffer durch Amer Kadric in der 39. Minute. „Und wenn Du in Auerbach erstmal hinten liegst, dann wird es richtig schwer.“

Gastgeber kämpft erfolgreich

So kam es dann auch in der zweiten Halbzeit. „Der Gegner hat sich in jeden Ball reingeschmissen und den knappen Vorsprung mit allen verfügbaren Mitteln verteidigt. Spielerisch waren wir weiter das bessere Team, haben den Ball bis 20 Meter vor dem Tor gut laufen lassen, aber dann fehlte die nötige Entschlossenheit, zu oft wurde die Verantwortung weiter gegeben“, bemängelte Andreas Petersen.

Die Halberstädter konnten sich nur noch wenige Chancen herausspielen, auf der anderen Seite mussten sie bei Kontern der Heimelf immer auf der Hut sein. „Nicht einer aus der Mannschaft hat enttäuscht, bis auf das Ergebnis haben es die Jungs richtig gut gemacht. Vielleicht fehlen in Anbetracht der Tabellensituation beim ein oder anderen doch drei bis vier Prozent, am Ende kommen dann viele Kleinigkeiten zusammen. Es waren zuletzt keine einfachen Auswärtsspiele, alle drei Gegner mussten im Abstiegskampf unbedingt punkten. Am Sonntag will es die Mannschaft vor heimischem Publikum gegen Fürstenwalde ihren Fans noch einmal beweisen“, verspricht Petersen ein hochmotiviertes Germania-Team.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze, Vargas (63. Hofgärtner), Lachheb, Eggert, Franceschi, Oschmann, Jurcher, Michel (74. Franjic), Beil, Sattorov (74. Nattermann);

Tor: 1:0 Amer Kadric (39.)

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg (Nesseltal)

Zuschauer: 470.