Halberstadt l Der HT 1861 Halberstadt schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle. Der Aufsteiger hat sich bei einem der renommiertesten Teams der Oberliga, dem BSV 93 Magdeburg, mit 33:30 (13:13) durchgesetzt. Nach dem fünften Saisonsieg verdrängten die Halberstädter den Kontrahenten von Platz vier.

„Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen“, drückte auch Trainer Denis Schmid den Respekt vor dem Gegner und die gleichzeitige Freude über das Erreichte aus. „Dort als Aufsteiger zu gewinnen, das macht mich stolz.“

Ein schweres Spiel

Es war allerdings das erwartet schwere Spiel, beide Teams gingen vor Anpfiff mit 8:4 Punkten ins Rennen. Magdeburg hatte in der Vorwoche in Kühnau verloren, war vor heimischem Publikum auf Wiedergutmachung aus. In der Anfangsphase lief es auch für den BSV 93, der HT zeigte Respekt vor dieser routinierten Mannschaft. Mit 0:4 kam Halberstadt gar nicht gut ins Spiel, behielt aber die Ruhe und stellte nach und nach die Fehler ab und fand besser in die Begegnung. Entscheidend war, dass auch in der Abwehr mehr investiert wurde. Als Lenny Rinke zum 5:5 ausglich (10.), ging es wieder bei null los.

Beim BSV waren in erster Linie die Halben erfolgreich. Sie sollten am Ende auch die besten Werfer auf Seiten der Magdeburger sein. Diese dominante Spielweise von zwei bis drei Akteuren zermürbte den Gastgeber auf eine Weise. Die Last war auf wenige Schultern verteilt, der Aufwand für einen Torerfolg kostete Kraft. Der HT antwortete als Verbund und mit schnellem Umkehrspiel. Nach erneutem Rückstand (10:7) arbeitete sich Halberstadt Tor um Tor heran, um kurz vor der Pause erstmals in Führung zu gehen (12:13.). Beim 13:13 ging es in die Kabinen.

Gast wird selbstbewusster

Nach der Pause trat der Gast immer selbstbewusster und einmal mehr als Mannschaft auf: Halberstadt war von allen Positionen gefährlich und erfolgreich. „Alle Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen“, hob Trainer Schmid diesen Fakt hervor.

Der HT fand immer mehr zu seiner Spielfreude. Hinzu kam, dass zwischen 45. und 52. Minute Torwart Robin Deuring seinen Kasten „vernagelte“. Der Keeper zeigte eine ganz starke Leistung. In der „Crunchtime“ machte er zwei Strafwürfe des BSV zunichte und hielt damit das Remis (26:26/52.). Vorne nutzten dessen Mitspieler ihre Chancen. Der HT setzte sich leicht ab (27:29). Diesen Vorsprung gab das Team bis zum Ende auch nicht mehr ab. Beim 33:30 entführte der HT zwei Punkte aus der Landeshauptstadt.

„Es gibt doch Spiele, wo der Trainer vollkommen zufrieden ist“, hatte Denis Schmid nach Abpfiff keinerlei Kritik. „Das Team hat so geackert in der Defensive. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass der BSV einen schlechten Tag hatte. Wichtig war, dass anfangs keiner unruhig geworden ist. Diesen Schwung aus Magdeburg wollen wir mit in diese Woche und die nächsten Aufgaben gegen Calbe und Staßfurt nehmen.“

HT 1861: Deuring, Hoffmann - Liebscher (4), Sadowski (4), Czaja (6), Ahlsleben (1), Huber (3/1), Linke (7/2), Balint (6), Kausch (1), Völkel (1);