Halberstadt l Wo soll das noch hinführen!? – Nachdem der VfB Germania mit dem 3:1-Erfolg bei Hertha BSC II unter der Woche bereits diesen Gegner tabellarisch hinter sich ließ, musste am Sonntag der 1. FC Lok Leipzig dran glauben. Mit nun 43 Zählern zog Halberstadt an den Messestädtern vorbei und folgt als mit Abstand bester Aufsteiger hinter den Top-Teams aus Cottbus, vom BFC und aus Nordhausen.

VfB-Trainer Andreas Petersen wollte zwar etwas rotieren, am Ende musste er dies aber etwas unfreiwillig. Florian Beil wurde am frühen Sonntagmorgen Vater einer Tochter namens Lotta und wollte entsprechend die große Freude mit seiner Familie teilen. Ivan Franjic und Hasan Pepic waren leicht angeschlagen, hier wollte der Trainer null Risiko eingehen und verzichtete auf die zwei Edeltechniker. Philipp Blume, Tom Nattermann und Kay Michel kamen dafür in die Startelf.

Mit Anpfiff war die Lok gut im Spiel und sorgte für die Akzente. Beim Treffer ans Lattenkreuz hatten die knapp 200 mitgereisten Fans den Torschrei auf den Lippen. Mit guten Paraden hielt Torwart Fabian Guderitz sein Team im Spiel. „Uns war bewusst, dass Lok nicht als Laufkundschaft kommt“, betrachtete Petersen die erste Halbzeit, „die Leipziger zeigten absolute Bereitschaft und Aggressivität. Wir mussten uns mit der veränderten Aufstellung erst finden“. Das Glück war auch auf Germanias Seite, als Kay Michel nach 39 Minuten zum 1:0 traf. Bis dahin lagen die Chancenvorteile klar bei Lok.

In der zweiten Halbzeit hatten die Leipziger weiter viel Ballbesitz oder sorgten nach langen Einwürfen von Ryan Malone für Gefahr, die größere Willensstärke lag nun beim VfB. Hätte das Team in der Schlussphase seine Konter besser ausgespielt, wäre der Ofen vorzeitig aus gewesen. So dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe Dustin Messing nach uneigennütziger Vorarbeit von Hendrik Hofgärtner alles klar machte.

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze, Lachheb, Blume, Twardzik, Michel (59. Messing), Eggert (66. Vargas), Hofgärtner, Oschmann (83. Goslar), Jurcher, Nattermann;

1. FC Lok Leipzig: Hanf - Berger, Krug, Zickert, Misch, Malone, Salewski, Pfeffer (63. Gottschick), Schinke (75. Hanne), Maurer (46. Ziane), Lorincak;

Torfolge: 1:0 Kay Michel (39.), 2:0 Dustin Messing (90.+2); Gelb-Rot: Robert Zickert (72.); Schiedsrichter: Christian Allwardt (Kritzmow); Zuschauer: 620.