Wernigerode/Haldensleben (sku) l Die Mannschaft von Interimstrainer Carsten Fister unterlag gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt mit 29:33 (18:14). Dadurch rutschte der HSV in der Tabelle mit 6:18 Punkten auf den vorletzten Platz und hat dabei auch noch ein Spiel mehr absolviert.

Zu Beginn machten die Gäste erneut einen guten Eindruck und gingen in Führung. Doch der HVW glich stets sofort aus und so war die Partie bis zum 4:4 in der neunten Minute völlig offen. Weitaus weniger erfreulich war dagegen die Verletzung von Christian Rabe, der mit einer Platzwunde das Spielfeld verlassen musste. Anschließend sahen die Wernigeröder einige Zeitstrafen und dies nutzte Haldensleben. Dank der Tore von David Stolze und Christoph Hilliger hieß es kurze Zeit später 7:4. Auf der Gegenseite war es besonders Gorden Müller, der den Gastgeber im Spiel hielt (7:7, 14.). Trainer Fister nahm ihn daraufhin in Manndeckung, was sich positiv bemerkbar machte. Der HSV führte in der 23. Minute mit 13:8 und zeigte dabei auch sein spielerisches Potential. Zur Pause hieß es dann 18:14 für die Gäste.

In der zweiten Hälfte konnten die Rolandstädter erneut nur teilweise an die vorhergehende Leistung anknüpfen. „So nach und nach waren es immer mehr individuelle Fehler“, erklärte Fister. Dadurch kam Wernigerode wieder heran, doch Haldensleben ließ sich nicht abschütteln und ging immer wieder in Führung – wenn auch nur knapp. Anschließend häuften sich aber die Fehler, sodass der HVW mit einem Drei-Tore-Lauf mit 25:23 in Front ging (44.).

Die Gäste stellten ihre Abwehrreihe in der Schlussphase zwar noch einmal um, doch der Rückstand ließ sich nicht mehr aufholen. Über die Spielstände 26:28 und 28:31 gab es eine 29:33-Niederlage. „Am Ende hat uns die Konstanz gefehlt. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, mit vielen guten Spielzügen, doch das haben wir in der zweiten Hälfte nicht hinbekommen“, so das Fazit von Trainer Fister. Dennoch sieht er die Entwicklung in den letzten Spielen positiv, und hätte dabei auch einen Sieg für möglich gehalten.

„Letztendlich haben wir verdient verloren, das muss man ehrlich sagen. Aber wenn wir die Konstanz nicht nur über 40 Minuten sondern auch 50 Minuten gehalten hätten, dann hätte es heute locker gereicht.“

HSV Haldensleben: N. Domann, D. Domann, Wolke - Marv. Möritz (6 Tore), Hilliger (7), R. Krause (1), Wurzel (2), Stolze (9), Kolbe (3), Damerau (1), Bierhals, Rabe, Zander.

Zeitstrafen: HVW 8, HSV 5.

Siebenmeter: HVW 8/6, HSV 5/3.