Stendal l  Am Sonnabend besiegte die Mannschaft von Christoph Schindler nach ganz starker erster Halbzeit den Oberligisten 1. FC Lok Stendal mit 5:3. Im ersten Durchgang deckten die Barleber die defensiven Schwächen des Gastgebers bedingungslos auf. Als Schiedsrichter Michael Damke die ersten 45 Minuten beim Stand von 0:3 abpfiff, bekamen die Lok-Spieler in der Kabine einen richtigen Anpfiff. „Die Spieler haben den Gegner komplett unterschätzt, anders kann ich mir das nicht erklären. Nach einer guten Vorbereitung war diese Halbzeit einfach erschreckend“, erklärte Jörn Schulz. Der ehemalige Barleber Trainer sah von Beginn an ein aktiveres Gästeteam, das im Zentrum die Oberhand hatte und Lok damit komplett aus dem Spiel nahm. Die Diagonalbälle von Schaarschmidt waren in der Folge leicht zu verteidigen.

Leicht war es auch für Dennis Spitzer, sich immer wieder in Szene zu setzen. So landete sein erster Versuch bereits nach zwei Minuten am Außennetz. Kurz vor der ersten Trinkpause belohnten sich die Barleber das erste Mal für ihre engagierte Leistung. Dennis Spitzer bewahrte nach einer Ecke die Übersicht und schloss humorlos ab. Nur wenige Minuten später war Spitzer Nutznießer eines individuellen Fehlers von Sebastian Hey und erhöhte auf 2:0.

Erst kurz vor der Pause deutete Lok an, was in dieser Saison möglich ist. Nach toller Kombination von Buschke und Neumann verfehlte Letzterer nur knapp das Ziel (41.). Besser machte es bezeichnenderweise wieder Barleben. Nach Vorlage von Kalkutschke erhöhte Hendrik Romahm, wechselte vor einem Jahr aus Osterburg zum FSV, auf 3:0 für den Gast.

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Schulz reagierte zur Pause, brachte mit Wolff, Bubke, Schubert und Mahrhold alle seine Wechsler und bekam eine willigere Lok-Mannschaft zu sehen. So musste Göres in der 51. Minute schon auf der Linie klären, um den Treffer zu verhindern. Der fiel nur kurze Zeit später. Die Barleber waren nahezu in Bestbesetzung angetreten, hatten nur keinen Torhüter dabei, so dass Steffen Westphal in der ersten und Bryan Giebichenstein in der zweiten Hälfte den FSV-Kasten hüteten. Eine Drucksituation versuchte Giebichenstein spielerisch zu lösen, spielte Sören Zeitz an, der prompt den Ball leichtfertig hergab. Maurice Schmidt ging dazwischen und markierte das 1:3. Wurde mit der Einwechslung von Steven Schubert für den ganz schwachen Patrick Baudis das Zentrum der Stendaler agiler, blieben die Probleme auf den Außenverteidigerpositionen.

Romahn mit Dreierpack

Hendrik Romahn lief Bubke davon und krönte den starken Pass von Marwin Potyka mit dem umgehenden Treffer zum 1:4. Auch wenn mit Philipp Groß ein etablierter Stammspieler zum Ligastart zurückkommt, sollte Lok in diesem Bereich nochmals nachlegen.

In den letzten Minuten, die Barleber brachten nun ihre Neuzugänge aus den unteren Ligen, dominierte Lok angetrieben von Martin Krüger das Geschehen. In seine scharfe Hereingabe sprintete Schmidt, der Giebichenstein ein zweites Mal überwand. Vielleicht wäre eine Aufholjagd möglich gewesen, doch nach einem erneuten individuellen Fehler erhöhte Romahn mit seinem dritten Treffer auf 5:2 für Barleben.

Der Schlusspunkt in dieser kurzweiligen Testpartie war Denis Neumann vorbehalten. Nach Foul von Göres an Buschke entschied Schiedsrichter Damke auf Strafstoß. Neumann verlud Giebichenstein und verwandelte sicher vom Punkt. „Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns in den vergangenen vier Wochen erarbeitet haben. Aber wir werden dieses Ergebnis nicht überbewerten“, sagte Barlebens Trainer Christoph Schindler nach der Partie.

Stendal: Giebichenstein (46. Westphal) - Balliet, Buschke, Kolzenburg, Salge, Schaarschmidt, Schmidt, Krüger, Hey, Baudis, Neumann (46. Wolff, Bubke, Schubert, Mahrhold).

Barleben: Westphal (46. Giebichenstein) - Kühnast, Potyka, Pung, Dennis Spitzer, Göres, Romahn, Weinthaler, Mai, David Spitzer, Kalkutschke (Lüddeckens, Kramarczyk, Zeitz, Wasylyk, Hartmann).

Torfolge: 0:1 Dennis Spitzer (23.), 0:2 Dennis Spitzer (26.), 0:3 Hendrik Romahn (44.), 1:3 Maurice Schmidt (55.), 1:4 Romahn (56.), 2:4 Schmidt (70.), 2:5 Romahn (74.), 3:5 Denis Neumann (88. Strafstoß).

Schiedsrichter: Michael Damke (Gardelegen)