Haldensleben l Auch am fünften Spieltag der Verbandsliga bleibt der Haldensleber SC ungeschlagen. Die Elf von Marco Wagner besiegte nach 90 Minuten den großen Favoriten und letztjährigen Meister Romonta Amsdorf mit 1:0. In der 54. Minute sorgte Denny Hevekerl mit seinem Tor des Tages für den Jubel im HSC-Team.

Vor dem Spiel schaffte es Trainer Wagner erneut, seine Mannen perfekt auf den Gegner einzustellen. Der HSC begann hochkonzentriert und mit unheimlich viel Spielfreude. Der Minutenzeiger bewegte sich gerade zweimal und schon gab es die erste dicke Torchance. Nach starkem Dribbling von Wille über rechts fand seine Flanke den Kopf von Sacher und dessen Kopfballaufsetzer ging knapp über das Gehäuse von Tretropp. Nach einem Girke-Eckball beförderte Siegmund (9.) die Kugel an den Pfosten.

Intensives und temporeiches Spiel

Die Blau-Gelben beeindruckten weiter den amtierenden Verbandsliga-Meister. In einem intensiven und temporeichen Spiel strahlten die Gäste wenig Torgefahr aus, wenn überhaupt, dann über Kapitän Fiebiger. Jener prüfte in der 24. Minute Switala mit einem Freistoß aus 22 Metern, doch der starke HSC-Rückhalt lenkte den Ball über die Querlatte.

Auf der Gegenseite versuchte es Girke (37.) per Freistoß, doch auch Tretropp gab sich keine Blöße und hielt den Kasten sauber. Kurz vor dem Pausenpfiff ließ Amsdorf dann seine Klasse kurz aufblitzen und Fiebiger (43.) prüfte Switala aus 25 Metern. Mit einer starken Parade sicherte der HSC-Keeper das 0:0-Halbzeitergebnis.

Nach der Pause das gleiche Bild

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: beide Mannschaften schenkten sich nichts. Nach knapp zehn Minuten sollte dann aber Amsdorf die erste Gelegenheit bekommen. Wieder war es Fiebiger (53.), der Switala per Freistoß testete, doch egal welche Variation Amsdorfs Kapitän versuchte, Haldenslebens Nummer eins war zur Stelle. Im direkten Gegenzug präsentierte der HSC dann einen mustergültigen Konter. Über Krüger und Sacher ging es im Mittelfeld schnell vorwärts und Hevekerl (54.) wurde in den Lauf bedient. Letztgenannter hatte viel Zug zum Tor, blieb vor Tretropp kaltschnäuzig und brachte den Ball im langen Eck unter. Der umjubelte Führungstreffer war auf Grund der Art und Weise, wie der HSC sich präsentierte, mittlerweile verdient.

Nun musste Amsdorf noch mehr investieren und die einzige Gefahrenquelle, Fiebiger, wurde in die Offensive befördert. Dort kam er in der 66. Minute zum Schuss, der knapp am linken Pfosten vorbei ging. Der HSC mauerte sich nach dem Führungstreffer nicht in der Defensive ein, sondern suchte weiter sein Glück im Angriffsspiel. Nach einem Girke-Freistoß kam Zimmermann (70.) zum Kopfball, der auf dem Tornetz landete. Nur zehn Minuten später hätte Girke sich erneut ins ZDF-Sportstudio schießen können, seinen Schuss aus 45 Metern lenkte Tretropp mit den Fingerspitzen noch über die Latte.

Führung wird verteidigt

In der Schlussphase blieb es spannend und die Wagner-Elf verteidigte die knappe Führung. Einmal musste der HSC aber noch die Luft anhalten, als der eingewechselte Gründler (90.) seinen Flugkopfball an Switala vorbei köpfte, aber der Ball an den Pfosten ging.

Somit hatte der HSC das Glück des Tüchtigen und setzte seinen positiven Lauf fort, auch wenn Wagner wieder auf einige Spieler verzichten musste. Egal, wer derzeit auf dem Platz steht, der Kader hält zusammen und präsentiert mannschaftliche Geschlossenheit. Das ist, neben der guten Trainingsarbeit, ein wichtiger Garant für den derzeitigen Erfolg.

Nächster Gegener ist Zorbau

Trainer Wagner resümierte: „Ich kann meiner Mannschaft heute nur ein riesen Kompliment machen und sie beglückwünschen. Ich ziehe meinen Hut, weil es heute kein unverdienter Sieg war, gegen die Top-Mannschaft der Verbandsliga. Es zeigt, was möglich ist, wenn wir 90 Minuten diszipliniert am Limit spielen und uns an den Matchplan halten. Genau da müssen wir ansetzen und weitermachen, dann ist auch sehr viel Gutes möglich.“

Am Samstag wartet die nächste große Herausforderung, dann geht die Reise zum Oberligaabsteiger Blau-Weiß Zorbau. Mit gleichem Einsatz, Willen und Disziplin ist auch dort nichts unmöglich.

Tor: 1:0 Hevekerl (54.)