Haldensleben l In Sachsen-Anhalt müssen nun bis zu diesem Datum die noch zu absolvierenden Halbfinal-Paarungen über die Bühne gehen, was die Ausrichter der Semifinals vor große Herausforderungen stellt.

Regelungen schwierig umzusetzen

Beim VfB Germania Halberstadt muss man sich in der Vorschlussrunde mit dem Favoriten 1. FC Magdeburg auseinandersetzen. Eigentlich war die Vorfreude auf das Pokal-Duell bei den Hausherren enorm, doch nun scheint es eher eine Last zu sein. Denn aufgrund der 7. Verordnung in Zuge der Corona-Pandemie „können wir nur maximal 1.000 Zuschauer zum Spiel zulassen. Aber auch dies erscheint bei dem vorliegenden Hygienekonzept äußerst problematisch in der Umsetzung. Wir als Verein haften für mögliche Verfehlungen und tragen zudem die Kosten für die Einhaltung der Vorlagen“, erklärt VfB-Präsident Erik Hartmann. In der 7. Eindämmungsverordnung heißt es unter Paragraph acht „Sportstädten und Sportbetrieb“, dass „die Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern zu anderen Personen durchgängig sichergestellt ist, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht“.

Kritik am Vorgehen

Neben den Hürden der Hygiene-Vorschriften ist die Wahl des Termins aus Sicht des Regionalligisten äußerst ungünstig gewählt. „Dass wir bis dahin einen Halbfinal-Termin koordinieren können, halte ich für äußerst schwierig. Es ist eine sehr enge Zeitspanne. Der FCM befindet sich wie wir auch noch in der Sommerpause. Hier ist deutlich zu sehen, dass der DFB keine Rücksicht auf die Vereine nimmt, aber wir müssen uns damit abfinden“, so Hartmann weiter.

Auch bei der Eintracht in Lüttchendorf weiß man um die große Herausforderung. Uwe Seemann, Manager des Vereins und zugleich auch Ortbürgermeister der Gemeinde, äußerst sich zu einem Duell gegen den Verbandsligisten Haldensleber SC wie folgt: „Wir hatten bereits im Gemeinderat die Verordnung abgeglichen und sehen ebenfalls große Probleme bei der Umsetzung des Hygienekonzepts. Da die Eindämmungsverordnung bis Ende August einzuhalten ist, sehe ich ebenfalls die Wahl des Final-Datums als schwierig“, so Seemann.

Bayern gehen einen anderen Weg

In Bayern hat man sich bereits festgelegt und dem 22. August eine Absage erteilt. „Aufgrund der aktuellen Beschlusslage kann der bayerische Toto-Pokalsieger am bundesweiten Finaltag der Amateure im August nicht ermittelt werden“, wird der für den Spielbetrieb in Bayern zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher auf dem Online-Portal liga3-online.de zitiert. Verbands-Spielleiter Josef Janker ergänzt: „Wir befinden uns mit den Halbfinalisten in einem engen Austausch hinsichtlich der terminlichen Umsetzung zur Ermittlung des Toto-Pokalsiegers. Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass die noch zu absolvierenden Spiele gleich zu Beginn im September ausgetragen werden.“