Zorbau/Haldensleben l Beim Aufstiegsaspiranten reichte es für die Mannschaft von Ingo Herrmanns trotz guter Leistung aber nicht zum Punktgewinn, am Ende verloren die Gäste 1:2. Bei besten äußeren Bedingungen sahen die Zuschauer in der Anfangsphase ein flottes Spiel zweier mit viel Druck und Tempo agierender Teams. Die Haldensleber, bei denen Trainer Ingo Herrmanns auf fünf Positionen umstellen und unter anderem auf Stammspieler wie Girke und Schunaew verzichten musste, wollten sich vom Gastgeber offensichtlich gar nicht erst hinten rein drücken lassen. Beim HSC ging es nach vorn hauptsächlich über die rechte Seite.

Defensive weitestgehend stabil

Nach einer Viertelstunde beruhigte sich die Partie etwas. Bei diesen Temperaturen war klar, dass das Tempo nicht über 90 Minuten gehalten werden kann. Zorbau gewann nun leicht die Überhand, wobei kampfstarke Gäste es den Blau-Weißen schwer machten, spielerisch zu überzeugen. Stattdessen kam die Heimelf viel über lange Bälle, welche die Börde-Kicker aber gut abliefen. Kam doch mal ein Ball durch, konnte sich der HSC auf Florian Switala verlassen. Erst in der 36. Minute beim Treffer von Marvin Zott musste der Keeper hinter sich greifen.

Auch im zweiten Durchgang boten die Haldensleber dem Favoriten die Stirn, fingen sich in der 72. Minute aber das 2:0 durch Christopher Luther. Mehr als der schnelle Anschluss durch Benjamin Sacher gelang danach nicht mehr.

Trainer Ingo Herrmanns war trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Wir wollten uns nicht nur hinten reinstellen, haben im Wechsel mit einer oder zwei Spitzen gespielt, Überzahl in Ballnähe erarbeitet und auch mal ein taktisches Foul gemacht. Wenn vom Gegner dann lange Bälle kommen, zeigt das, dass er verunsichert ist. Ich wollte sehen, dass sich die Spieler präsentieren, die bei uns zuletzt hinten dran waren, dass sie sich quälen und es mir schwer machen bei der nächsten Aufstellung.

Das haben sie, was die Basics – laufen und kämpfen – angeht, sehr gut gemacht. Das zweite Gegentor fiel dann sehr unglücklich. Wir kamen zwar noch mal durch Benni Sacher ran, aber am Ende fehlte der letzte, saubere Pass und das Glück. Ich denke, das haben wir uns für die nächsten Spiele aufgespart. Wir werden den Schwung mitnehmen und dann mit voller Wucht die nächsten, wichtigen Spiele bestreiten. Noch haben wir es selbst in der Hand, die Liga zu halten.“

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Wille, Markstein, Cristovao, Hampel, Kessler, Neubauer, Kania, Sacher, Hübner, Rosenbach

Torfolge: 1:0 Zott (36.), 2:0 Luther (72.), 2:1 Sacher (75.);

Schiedsrichter: Patrick Menz - Hans-Christian Kautz, Oliver König;

Zuschauer: 120