Haldensleben l Enttäuschte Gesichter und ein maßlos frustrierter HSC-Trainer Marco Wagner, das waren die Eindrücke nachdem Schiedsrichter Kahlert nach 90 Minuten das Verbandsligaspiel des Haldensleber SC gegen Sangerhausen abgepfiffen hatte. Der Rückrundenstart ging mit der 0:2-Heimniederlage mächtig in die Hose und am Ende siegten die Mannen aus der Rosenstadt verdient im Waldstadion.

Die Niederlage kam allerdings nicht durch einen übermächtigen Gegner zustande, denn insbesondere im ersten Abschnitt erledigte die Wagner-Elf kaum eine ihrer Aufgaben und spielte phasenweise utopisch schwachen Fußball. Wenig verbissene Zweikämpfe und zahlreiche Fehlpässe, machten es den Gästen aus Sangerhausen ziemlich leicht, ohne viel eigenen Aufwand dagegen zu halten.

HSC mit Chancen zum Spielbeginn

Der Rückrundenstart begann für den HSC eigentlich positiv, denn nach drei Minuten kam Krüger (3.) zum Schussversuch, traf aber nur das Außennetz. Auf der Gegenseite versuchte es Hetke (10.) per Freistoß, der aber auf dem Tornetz landete. Die beste Möglichkeit für die Hausherren ergab sich durch Krügers Hereingabe, die aber Siegmund (22.) im Zentrum verpasste. Das sollte es auch schon an Offensivbemühungen gewesen sein.

Rückstand zur Halbzeit

Sangerhausen agierte fortan mutiger und spürte die Unsicherheit beim HSC. Die bis dahin beste Gelegenheit zur Führung vergab Ndiaye (30.), als er frei vor Switala zum Schuss kam. Aber noch vor dem Pausentee bestrafte der VfB die Hausherren. Der aufgerückte Trautmann tankte sich durch die HSC-Abwehr und bediente im Zentrum Schäffner (43.), der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Somit ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen.

In der Halbzeitansprache versuchte Wagner seine Mannen wach zu rütteln und forderte eine deutliche Leistungssteigerung. Dies sollte vorweg genommen auch funktionieren und so hatte Hevekerl (56.) nach einer Sacher-Flanke die erste gute Chance zum Ausgleich. Sangerhausens Torwart Bemmann war aber zur Stelle und parierte den Schuss. Der HSC hatte nun die Gäste besser im Griff und kam zu weiteren Möglichkeiten. Die beste und größte Chance vergab der eingewechselte Lipowski (68.), denn sein Schuss nach einem Eckball parierte Bemmann mit einer Glanztat.

Der HSC vergab nun gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Allen Bemühungen setzte Sangerhausens Ibold (82.) ein Ende, denn nach einem folgerichtigen Konter ließ er gleich zwei Verteidiger stehen und auch vor Switala behielt er die Nerven. Von dem Treffer zum 0:2 sollte sich der HSC nicht mehr erholen und musste somit eine bittere Heimniederlage einstecken.

Wagner gibt sich kritisch

Der enttäuschte HSC-Trainer Wagner sagte nach dem Spiel: „Nach der nicht optimalen Vorbereitung habe ich gehofft, dass meine Mannschaft gegen Sangerhausen ihr wahres Gesicht zeigt. Doch leider passierte das nicht und somit bin ich schon sehr enttäuscht. Leider muss ich meine Mannschaft in die Kritik nehmen, denn niemand erfüllte heute seine Auf- und Vorgaben für dieses Spiel. In der Halbzeit habe ich versucht, meine Mannschaft nochmal wach zu rütteln und die zweite Halbzeit war dann auch deutlich besser. Hätten wir so über 90 Minuten agiert, wäre solch ein Ergebnis sicher nicht zustande gekommen. Ich hoffe jeder einzelne hat jetzt verstanden, was Sache ist und ist bereit in Arnstedt ein anderes Gesicht zu zeigen.“

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Wille, Schunaew, Hübner, Krause (65. Lipowski) - Cristovao (55.Mäde), Girke, Siegmund (75. Hampel), Sacher, Hevekerl - Krüger.

Torfolge: 0:1 Schäffner (43.), 0:2 Ibold (82.).