Haldensleben l Bis auf ein Elfmeterschießen wurde den Zuschauern in einem Spiel, in dem der HSC führte, in Rückstand geriet, den Ausgleich markierte und am Ende den Siegtreffer schoss, alles geboten.

Über 120 Minuten sollte sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln, beide Teams schenkten sich nichts auf dem Platz. Der HSC begann mit aggressivem Pressing und ließ Eintracht Elster kaum ins Spiel kommen. Frühes Stören und verbissene Zweikämpfe zerstörten das Spiel der Gäste, auch wenn es bis zur 13. Minute dauern sollte, ehe die erste Torgelegenheit zu sehen war. Krüger (13.) versuchte es für die Blau-Gelben aus 18 Metern, doch Elsters Keeper Ziebell war zur Stelle. Nur zehn Minuten später hatte so ziemlich jeder den Torschrei auf den Lippen, nachdem Krause mit schönem Pass Sacher (23.) bediente, doch sein Schuss streifte um Zentimeter am linken Pfosten vorbei.

Geburtstagskind Kaschlaw trifft zur Führung

Nur eine Minute danach musste HSC-Trainer Wagner schon das erste mal wechseln. Für den verletzten Cristovao (24.) kam Duda ins Spiel. Das aggressive Pokalspiel nahm seinen Lauf und kurz vor dem Pausentee sollten plötzlich Tore fallen. Die vom Spielverlauf her verdiente Führung gelang dem HSC. Geburtstagskind Kaschlaw (45.) versuchte es aus 16 Metern und sein Schuss fand den Weg ins rechte untere Eck. Aber noch während des anhaltenden Jubels glich Elster aus. Nach einer Flanke in den Strafraum unterschätzte der sonst starke Rückhalt Switala den Ball und Elsters Schmidt (45.+1) bedankte sich mit dem Kopfballtreffer zum 1:1.

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Nach dem Seitenwechsel agierte Elster deutlich präsenter und kam auch zu mehr Strafraumaktionen. Den ersten Warnschuss gab Schmidt (49.) ab, den Switala aber sicher entschärfte. Von nun an sollte es hin und her gehen, denn auf der Gegenseite verlor Siegmund (53.) das Duell gegen Ziebell. Im direkten Gegenzug versuchte es Franke (54.) für Elster, doch auch sein Schuss verfehlte das HSC-Gehäuse knapp.

Die Spannung blieb dem Spiel erhalten und einen Sieger konnte im Waldstadion niemand ausmachen. Die besseren Karten dafür sollte aber Elster bekommen, denn nach einer Flanke quer durch den HSC-Strafraum fand der Ball den Fuß von Kühnast (72.), der aus kurzer Distanz das Leder in die Maschen jagte.

Sacher sorgt für die Verlängerung

Somit musste der HSC erstmals einem Rückstand hinterherlaufen und antwortete mit wütenden Angriffen. Die erste dicke Chance zum Ausgleich vergab Duda (78.), der seinen Schuss aus 18 Metern knapp am Tor vorbei setzte. So langsam lief dem HSC die Zeit davon, um die erste Saisonniederlage abzuwenden. Doch einen mustergültigen Angriff hatte das Wagner-Team noch parat. Krügers perfekt platzierte Flanke fand Sacher (83.), der den Ball aus fünf Metern volley im Tor unterbrachte. Nach dem riesen Jubel im Waldstadion und vor einer wahrscheinlichen Verlängerung hätte Krüger (89.) in letzter Minute dem Spiel die Krone aufsetzen können. Diesmal fungierte Sacher als Vorbereiter und Krüger vergab aus drei Metern freistehend vor Ziebell.

Krüger macht Fehlschuss wieder gut

Somit ging es in die Verlängerung. Der gut leitende Schiedsrichter Heyer pfiff die erste Halbzeit gerade an, da sollte der Jubelschrei durch das Stadion ertönen. Sacher bediente abermals Krüger (92.), der mit einem sehenswerten Schuss von der rechten Seite den HSC in Führung brachte. In einem echten Pokalfight waren nun die Gäste wieder gefordert und sollten durch Elmenthaler (102.) zur dicken Chance kommen. Doch aus kurzer Distanz parierte Switala bärenstark und hielt die HSC-Führung fest.

Im zweiten Abschnitt der Verlängerung agierten die Gäste oft mit langen, hohen Bällen in den HSC-Strafraum, die aber Haldenslebens Innenverteidigung um Zimmermann und Schunaew vor wenig Probleme stellte.

Eine brenzlige Situation musste der HSC aber noch überstehen, doch auch den Versuch von Franke (117.) entschärfte die mittlerweile vielbeinige HSC-Abwehr. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Hevekerl (118.) die endgültige Entscheidung aus fünf Metern und so blieb es am Ende beim 3:2 für den HSC.

Tore: 1:0 Kaschlaw (45.) , 1:1 Schmidt (45+1) , 1:2 Kühnast (72.) , 2:2 Sacher (83.) , 3:2 Krüger (92.)