Bebertal l Sport sorgt in verschiedenen Situationen für vielfältige Emotionen. Jeder Sportler ärgert sich über ein verlorenes Spiel oder einen verpatzten Lauf. Mit Stolz wird der Sieg über den aktuellen Tabellenführer der Kreisliga nach dem Abpfiff  mit Bier und Bratwurst gefeiert. Jeder, der über viele Jahre Sport treibt und als Zuschauer verfolgt, hat unzählige Siege und Niederlagen erlebt. Geschichten über diese Ereignisse können ganze Abende füllen. Denn jeder weiß etwas über sein schönstes oder traurigstes Spiel zu erzählen. Manchmal spielt dabei auch gar nicht einmal das Ergebnis eine Rolle. Mancher Sportler schaffte es nah an die Profikarriere heran, anderen gelang es als ambitionierte Freizeitkicker den FCM zu schlagen. Die Volksstimme hat mit Sportlern aus dem Bördekreis über ihr schönstes beziehungsweise emotionalstes Spiel, dass sie als Aktiver absolviert haben, gesprochen und wollte außerdem etwas zu ihrem Sport-Highlight in der Rolle des Zuschauers wissen.

Als Zuschauer:

Es gibt hier viele tolle Erlebnisse. Hervorheben möchte ich aber ein ganzes Spieljahr des 1. FC Magdeburg, das mir mit gewissen Botschaften hängen geblieben ist.

Nach dem damaligen Insolvenzantrag im Jahr 2002, gelang es Dirk Heine als Trainer einer No-Name-Mannschaft eine beispiellose DNA zu verpassen. Nur wenige Berufsprofis hielten dem Club seinerzeit die Treue. In dieser schwierigen Zeit ging ich sehr gern ins Stadion. Ich wusste, was ich „unvernebelt“ von der Mannschaft sehen werde.

Kallnik verkörperte Einsatzwillen

Einer der wenigen war Mario Kallnik, der wie kein zweiter die erforderlichen Eigenschaften wie Einsatz und Spiel mit Herzblut verkörperte. Diese Zeiten vergessen scheinbar hier und da mal Zuschauer, die heute noch im goldenen 2. Liga-Jahr hängen geblieben sind und Herrn Kallnik durchweg kritisieren. Er hat damals dem Club in der größten Krise nicht nur als Spieler die Stange gehalten, sondern danach auch in offizieller Funktion für jahrelangen Profi-Fußball in Kombination mit schwarzen Zahlen gesorgt.

Als Spieler:

Hier erinnere ich mich gern an die erfolgreichen Jahre im Nachwuchs zurück. Besonders der 7:2 Erfolg gegen den damaligen Spitzenreiter Halle 96 im Hallen-Landespokalfinale der B-Junioren. Darüber hinaus war das gesamte Verbandsligajahr 2004/2005 mit dem Eilslebener SV eine tolle Erinnerung. Für meine heutige Trainertätigkeit waren die gesammelten Eindrücke in mehreren Mannschaften sehr hilfreich.