Haldensleben l Eine Partie, die aufgrund der lokalen Nähe zwischen beiden Vereinen zahlreiche Zuschauer erwarten dürfte, dennoch aber nicht als richtiges Derby gilt. „Die Orte liegen zwar nicht weit auseinander, doch aus der Historie heraus sind es andere Partien, die für uns ein richtiges Derby darstellen“, kommentiert Süplingen-Trainer Daniel Fest die Ansetzung. Die allgemeine Vorfreude für das Eröffnungsspiel ist bei den Gastgebern zu spüren, auch wenn die derzeitige personelle Situation etwas Sorgenfalten bereitet.

„Wir haben einige Verletzte und Ausfälle von Spielern zu beklagen, mit denen ich eigentlich geplant hatte. Das macht sich schon bemerkbar“, zeigt sich Fest besorgt über die derzeitige Lage. Ungeachtet dessen freut sich der erfahrene Übungsleiter, der zuvor die Oberliga-Mannschaft des 1. FC Lok Stendal trainierte, über die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. „Die Bedingungen sind aktuell noch besser als damals. Wir haben mit dem Kunstrasenplatz und dem Fitnessraum gute Trainingsmöglichkeiten“, so der Übungsleiter lobend. Zusätzlich erhält Fest tatkräftige Unterstützung durch einen breiten Betreuerstab. „Mehr geht auf diesem Niveau nicht“, weiß der Rückkehrer anerkennend.

Tagesform ist entscheident

Für das Eröffnungsspiel hält der Süplinger Trainer die Tagesform für sehr entscheidend. „Die Aufgabe wird gegen eine junge Bregenstedter Mannschaft schwer, die eine gute Vorbereitung gespielt hat und als Aufsteiger auch alles in die Waagschale werfen wird“, weiß der Coach um die Schwere der Aufgabe gegen den Bördeoberliga-Aufsteiger, der alle Partien in der Vorbereitung erfolgreich bestritt.

Im Fokus des ersten Spieltags steht neben dem Eröffnungsspiel auch das Derby beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben, der den Lokalrivalen Grün-Weiß Dahlenwarsleben am morgigen Sonnabend um 18 Uhr zum „Niederen Börde-Derby“ empfängt. Neben der sportlichen Brisanz dürfte auch die 120-Jahre Feier der Gauseberger viele Zuschauer anziehen. „Wir hoffen mit der Anstoßzeit viele Interessierte auf den Gauseberg zu locken“, blickt Ingmar Tschirschnitz, sportlicher Leiter des Vereins, der Begegnung mit viel Vorfreude entgegen. Die gute Stimmung dürfte der Vereinsfunktionär auch durch die gute Vorbereitung gewonnen haben. „Die Vorbereitung lief besser als in den Jahren zuvor“, so Tschirschnitz. Eine Tatsache, die mit der gestiegenen Quantität und Qualität im Kader von Neu-Cheftrainer Maximilian Schwaiger zusammenhängt. Zwar musste der Verein den Abgang von Tony Lüddeckens zum FSV Barleben verzeichnen, dafür wurden mit Steven Hahn, Philipp Hartmann und dem Brasilianer Castro dos Santos unter anderem verbands- und oberligaerfahrene Akteure gewonnen.

Gradmesser ist Spiel gegen Dahlenwarsleben

„Wir haben eine starke Mannschaft zusammengestellt“, erklärt der sportliche Leiter, der darauf hofft, dass sein Team das Niveau in der Liga mitbestimmen kann. „Wir wollen schon nach oben schauen, das machen andere Vereine aber auch“, weiß der 54-jährige um den sportlichen Wert der Liga. Ein erster echter Gradmesser dürfte daher das Derby gegen Dahlenwarsleben werden, das im Vorfeld und im Nachgang einige Höhepunkte rund um die Begegnung bieten wird.

Mit einem Heimspiel gegen den TSV Hadmersleben startet Blau-Weiß Neuenhofe in die Saison. „Ein echter Brocken zum Auftakt“, zollt Blau-Weiß Trainer Kevin Pooth dem Gegner seinen Respekt. Besonderes Augenmerk richtet der Coach des amtierenden Vize-Meisters auf Gästestürmer Stefan König. „Ein brandgefährlicher Spieler, den es auszuschalten gilt“, weiß Pooth um die Stärke des Hadmersleber Top-Torschützen, wie auch um das Potenzial des TSV.

Großteil des Kaders an Bord

„Ich gehe davon aus, dass sich das Team unter die Top fünf der Liga spielen wird“, so der Neuenhofer weiterführend. Damit die Blau-Weiß-Elf besser als in den Vorjahren in die Saison startet, hofft Pooth auf eine fokussierte Leistung seines Teams. Dazu kann der Coach auf einen großen Teil seines Kaders zurückgreifen.

Eine intensive Vorbereitungszeit mit vielen Einheiten, Konditionsläufen und zahlreichen Testpartien steht hinter dem SV Groß Santersleben. „Ich freue mich, dass es endlich los geht. Ebenso meine Spieler, da nun die Leidenszeit vorbei ist“, erklärt Santos-Trainer Damir Avdagic humorvoll. In der Vorbereitung ging es primär darum, die vielen Neuzugänge zu integrieren. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass wir schnell als Mannschaft zusammen wachsen“, so Avdagic über die Ziele während der Sommerpause.

Mit viel Leidenschaft möchte Santos im morgigen Heimspiel gegen Bebertal agieren. „Wir erwarten ein enges und kampfbetontes Spiel. Dennoch wollen wir unbedingt mit einem Sieg starten“, berichtet Avdagic mit Vorausblick. Diesbezüglich kann der Übungsleiter hinsichtlich des Kaders aus dem Vollen schöpfen.

Die Partien des ersten Spieltages im Überblick:

GW Süplingen - GW Bregenstedt Fr 18:30

BW Neuenhofe - TSV Hadmersleben Sa 15:00

G. Kroppenstedt - Eilslebener SV Sa 15:00

Gr. Santersleben - Bebertaler SV Sa 15:00

BW E. Wanzleben - SV Hötensleben Sa 15:00

FSV Barleben II - E. Gröningen Sa 15:00

Gutensw./Kl. Amm. - Dahlenwarsleben Sa 18:00