Niederndodeleben l Nach acht Siegen aus acht Spielen thront der TSV Niederndodeleben in der Landesklasse, Staffel II, ohne Punktverlust und mit der treffsichersten Offensive an der Tabellenspitze.

„Das liest sich echt gut“, weiß TSV-Spieler Sascha Neumann um das gute Zwischenergebnis und die eigene Erfolgsformel. „Wir treten als Mannschaft sehr geschlossen auf. Bei uns tragen mehrere Spieler zum Erfolg bei“, manifestiert der aktiv spielende TSV-Funktionär den guten Teamgeist in Niederndodeleben. Die Lehre von elf Freunden auf dem Platz, die besonders unter Sepp Herberger aktuell war, scheint bei der Elf von Kevin Kaufmann seine Renaissance zu finden.

Torspektakel zum Auftakt

Dass mit der Elf, die erst 2019 in die Landesklasse aufgestiegen ist, auch in dieser Spielserie zu rechnen ist, zeigte sich schon zum Saisonauftakt. Nicht nur, dass Aufsteiger Borussia Genthin auf eigenem Geläuf mit 9:1-Toren deklassiert wurde, auch der SV Eintracht Gommern musste sich der Offensivstärke des TSV bei der 2:8-Niederlage beugen.

„Wenn man in den ersten beiden Spielen, ohne diese Ergebnisse über zu bewerten, 17 Tore erzielt, entwickelt sich eine Euphorie, die auch großen Einfluss auf die weiteren Ergebnisse hatte“, so Neumann bilanzierend zum Auftakt. Eine Vermutung, die sich auch in den Ergebnissen widerspiegelte.

TSV gewinnt enge Duelle

Mit knappen Erfolgen gegen den 1. FC Magdeburg II (2:1), Germania Olvenstedt (3:2), und dem BSV 79 Magdeburg (2:1) hatte das Team auch in Begegnungen auf Augenhöhe das Happy-End stets auf seiner Habenseite verbuchen können. Daran hat auch Kevin Kaufmann, der in den Jahren zuvor als Co-Trainer fungierte, laut Neumann seinen entscheidenden Anteil. „Ich denke, dass sich auch die Spieler neu beweisen wollen beziehungsweise wollten. Darüber hinaus werden die Vorgaben des Trainers gut umgesetzt“, untermauert der stellvertretende Abteilungsleiter den Stellenwert des neuen Cheftrainers.

Dass nach weiteren drei Erfolgen mit 13 Treffern, ausgerechnet das Corona-Virus nun den Spitzenreiter ausbremst, empfindet man zwar als „ungünstigen Zeitpunkt“, doch geht es nach Neumann, muss „das Hobby für eine gewisse Zeit eben hinten anstehen. Ob der Spielbetrieb im Dezember fortgesetzt wird, wird sich erst nach den Beschlüssen in der kommenden Bund-Länder-Konferenz zeigen. Doch so richtig rechnet man beim TSV Niederndodeleben damit aber nicht. Bis dahin hält sich der Ligaprimus individuell fit, um bei einer Rückkehr in den Spielbetrieb dort anzusetzen, wo man aufgehört hat.