Haldensleben l „Wir brauchen uns nach dieser Niederlage keine Gedanken mehr über den Aufstieg machen. Mit so einer Leistung wie in Stendal kann man nicht aufsteigen.“ Nach der unerwarteten 35:40-Niederlage in der Altmark ist die Euphorie der vergangenen Wochen beim HSV Haldensleben und Trainer Carsten Fister verflogen.

Schon in der ersten Halbzeit deutete sich an, dass dieser Nachmittag nicht einfach für die Ohrestädter werden würde. Stendal war bissig, schaltete schnell um und kämpfte bis zum Ende, so wie es ein Team im Abstiegskampf machen muss. Die Haldensleber hingegen ließen ihre Einstellung in der Kabine. „Wir sind selber schuld, fehlende Laufbereitschaft, dazu kein funktionierendes Konterspiel und in der Offensive haben wir vor allem im zweiten Durchgang kaum noch klare Wurfsituationen kreiert“, legt Fister den Finger in die Wunde. Nach kurzen Rückständen hatte sich der HSV bis zum Halbzeitpfiff wieder gefangen, ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause (15:16).

Es kommt zum Spitzenspiel

Doch die Stendaler drehten die Partie gleich nach Wiederbeginn und schafften sich vor allem durch den in dieser Phase überragenden Tim Krähe ein Polster (23:19/40.). Die Gäste, die nur mit acht Mann angereist waren, schafften die Wende nicht mehr und mussten sich mit 35:40 geschlagen geben. Am Sonntag kommt es nun zum Spitzenspiel zwischen dem HSV (30:10 Punkte) und der HSG Altmark West (31:11). „Altmark West schnuppert wie wir an der Tabellenspitze. Nur wer dieses Spiel für sich entscheidet, hat weiter eine reelle Chance. Es wird ein richtig schweres Spiel für uns, vor allem ihre Torhüter haben uns in der Vergangenheit das Leben schwer gemacht“, blickt Fister voraus. Anwurf in der Ohrelandhalle ist um 16 Uhr. Tabellenführer ist weiter der Glinder HV Eintracht (32:8).

HSV: Strauß - Buchwald (1). Kruse (5), Dannehl (7), Blume (6), Stolze (9), Damerau (6), Weber (1).