Niederndodeleben l In der Wartberghalle erlebten die Zuschauer am Wochenende spannende Spiele und durch Siege in der Oberliga und der Landesliga die Rückkehr beider Frauenmannschaften an die Tabellenspitze.

In der Spitzenpartie der Mitteldeutschen Oberliga musste die Funke-Sieben all ihr Können aufbieten, um den punktgleichen Gast aus Dessau-Roßlau zu besiegen. Auch die zweite Vertretung des TSV Niederndodeleben kehrte nach zuvor zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück.

Gipfeltreffen mit Hochspannung

Die Begegnung Erster gegen Zweiter in der Mitteldeutschen Oberliga hielt, was man erwartet hatte. Gute Handballkost auf beiden Seiten und Spannung bis zum Abpfiff. Die Frauen aus Dessau-Roßlau waren der bisher spielstärkste Gegner der Saison in der Wartberghalle. Das stellten sie mit konsequenten Abschlüssen schon in den ersten Minuten (2:5/12.) unter Beweis. Nach Videostudium hatte Trainer Funke sein Team besonders auf die taktischen Angriffsvarianten der Gäste eingestellt. Dem Ausgleich nach einem Konter von der gut aufgelegten Anne Pätzold (5:5/17.) folgte die 7:5-Führung (22.).

 Zwar gingen die Gäste nach einem Fehler der Dodeleberinnen noch einmal 7:8 (23.) in Führung, konnten aber die 14:10-Halbzeitführung der TSV-Frauen nicht verhindern. Dessau-Rosslau verstand es immer wieder den zeitweiligen Vorsprung der Gastgeber (16:12/33.) zu reduzieren. Auch das 23:19 (51.) Plus konnten die TSV-Frauen nicht halten und mussten nach Strafminuten gegen zwei Aktive ihres Teams nicht nur das 26:25, sondern sogar den 26:26-Ausgleich (58.) durch die erfolgreichste Dessauerin Ehlert (acht Tore) hinnehmen. Anne Pätzold markierte 32 Sekunden vor dem Ende das 27:26. Der anschließende Angriff der Gäste brachte keinen Erfolg mehr.

„Mein Team hat heute eine starke Leistung gezeigt gegen einen gut spielenden Gegner. Allerdings haben wir uns nach einem Viertorevorsprung zum Schluss noch unnötig in Schwierigkeiten gebracht“, schätzte Trainer Michael Funke die Partie ein.

Statistik

TSV: Schäfer, Suchan; Rips 4, Sehls 2, Pätzold 6, Funke, Bange 9/3, Sprotte 2, Klöppel 4, Voigt, Reißberg, Brunne.

7m: TSV: 3/3, Dessau: 5/4,

Zeitstrafen: TSV: 4, Dessau: 2

Schiedsrichter: Oliver Niedner; Thomas Schüller, (Plauen)

TSV-Zweite erobert Tabellenspitze zurück

Die 2. Frauen des TSV Niederndodeleben hatten sich in der Landesliga mit HC Burgenland II auseinander zusetzen. Es war klar, dass man bei einem Sieg wieder die Tabellenführung in der Sachsen-Anhalt-Liga übernehmen würde. Entsprechend motiviert gingen die TSV-Frauen in die Begegnung, hatten aber anfänglich Probleme richtig ins Spiel zu kommen. Die Burgenländerinnen führten zunächst knapp (7:8/17.) und drehten auch den 10:8-Vorteil nach Zuspielfehlern des TSV zum 10:12 (23.).

Erfolgreiche Konter, eingeleitet durch Torfrau Susanne Joneck und sicher vollendet durch Juliane Schuldes, brachten dann aber die 14:12-Halbzeitführung. Trotz der nun schon üblichen Siebenmeter-Schwäche, diesmal fünf vergebene, kam nun immer mehr Sicherheit in das Spiel der Gastgeber. Nach Ballgewinn von Nina Bublitz und erfolgreichem Wurf von der Kreismitte durch Christin Bals notierte man eine Zehntoreführung (26:16/41.), die die Dodeleberinnen zum 34:21 (53.) und zum verdienten 36:24-Sieg ausbauten.

TSV: Joneck, Wegner; Bublitz 4, Schöne, Dorow 5, Reß 5/1, Schuldes 4, Nolde 2, Voigt 3, Bals 1, Kudwin 6/3, Eckhardt 1, Bierhals 3, Marx 2.

7m: TSV: 9/4, Burgenland: 6/4,

Zeitstrafen: TSV: 6, Burgenland: 7

Schiedsrichter: Marcel Hanner, Danny Trumpf