Haldensleben l In dieser Pandemie geprägten Zeit war es erst nach der 7. Verordnung möglich, diese Titelkämpfe auszutragen. Dem Erfolg der Bördesportler tat dies aber keinen Abbruch, sie sammelten starke 21 Medaillen und zehn Titel.

Wettkampf unter Auflagen

Die für Wettkämpfe bisher ungewohnten Hygiene- und Abstandsregeln waren für Teilnehmer, Betreuer und Trainer wie auch für die Gäste eine Herausforderung. Ganz besonders hatten indes die Kampfrichter und Helfer mit dieser Thematik zu tun.

Wurfgeräte, Startmaschinen oder auch die Hürden mussten nach jeder Nutzung desinfiziert werden. Mehr als 80 Kampfrichter und Helfer waren an jedem der beiden Wettkampftage im Einsatz. Sie machten einen tollen Job und haben so die Voraussetzungen für tolle Wettkämpfe der mehr als 400 Athleten aus 30 Vereinen aus Sachsen-Anhalt geschaffen. Gaststarter aus Sachsen, Thüringen und Niedersachsen vervollständigten die Teilnehmerfelder.

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Dass die Voraussetzungen für gute Resultate gut waren, dafür sprechen die Ergebnisse der Athleten. Nicht nur sechs neue Stadionrekorde, vor allem aber 44 Normerfüllungen für die Deutschen Jugendmeisterschaften vom 4. bis 6. September in Heilbronn sind deutlicher Beweis für hochwertige Titelkämpfe.

Lobende Worte von allen Seiten

Auch Leichtathletik-Präsident Gerry Kley und die Leitende Landestrainerin Melanie Schulz sparten nicht mit Lob in Richtung des Ausrichters, dem Haldensleber Sportclub. Wie wichtig die Ausrichtung der Meisterschaften auch für die Politik war, zeigte große Resonanz zur Eröffnung mit Sportminister Holger Stahlknecht und Landrat Martin Stichnoth an der Spitze. Sportbund-Präsident Klaus Renner hielt sich sogar an beiden Tagen im Stadion auf und war begeistert.

Auch die Athleten aus dem Bördekreis vom SV Kali Wolmirstedt und dem Haldensleber Sportclub spielten am Wochenende eine gute Rolle. Sie sicherten sich 21 Medaillen, davon zehn Meistertitel. Weitere gute Endkampfplatzierungen sprechen für die gute Arbeit, die an der Ohre geleistet wird. Gleich zwei Titel sicherte sich Maike Jacob vom SV Kali in der W 15. 1,55 Meter (m) beim Hochsprung und 2:23,84 Minuten nach einem Alleingang über die 800m. In der W 13 kam Vereinskollegin Luise Meyer auch nach einem Sololauf in 2:32,58 Min. in das Ziel.

Schiller läuft Deutsche Bestzeit über 800m

Über die gleiche Distanz in der W 14 gab es wohl das schnellste Rennen seit längerer Zeit. Die Leitzkauer Zwillinge Lucy und Sally Achtel, vermochten nicht Clara Schiller vom Haldensleber SC zu stellen. Clara lief ein furioses Rennen und kam in Deutscher Bestzeit von 2:14,84 Min. als Siegerin in das Ziel. Auch ihr Trainingsgefährte Lenard Gewalt machte in der U 18 ein kluges Rennen, steigerte sich auf der Zielgeraden noch einmal und lief in neuer Bestzeit von 1:59,04 Min. über das Ziel. Genau vier Hundertstel über der Norm für die Deutschen Meisterschaften.

Einen kompletten Medaillensatz sicherte sich Lilly-Sophie Meier vom HSC in der U 20. Gold gewann sie über 200m, Silber im Weitsprung und Bronze über 100m. Stark auch die Titelgewinne der HSC Werferinnen. Nele Strauß in der W 14 und Darlene Prignitz in der W 13 mit dem Speer sowie Anna Lena Piele mit dem Diskus. Nicht ganz war Anna mit ihrer Weite zufrieden, mehr mit der beim Kugelstoßen. Hier wurde sie mit 13,14 Metern Zweite.

Osinsky holt Gold

Darleen Osinsky gewann am Sonntag ein wenig überraschen Gold beim Kugelstoßen der W 12, nachdem sie tags zuvor über 800m beim Zieleinlauf durch Mara Simon vom SC Magdeburg noch abgefangen wurde. Ihre starke 2:31,29 Min. bedeuteten die Silbermedaille. Zu ihrem Speerwurftitel gewann Nele Strauß auch noch Silber mit dem Diskus. Silber gab es auch für Lenard Gewalt noch über 400m. Auch Leon Bahro holte sich Silber. Über 300m steigerte er sich stark. Zudem gewann er Bronze beim Weitsprung mit neuer Bestweite.

Weitere Bronzemedaillen holten sich Jean-Pascal Bombach vom SV Kali Wolmirstedt mit dem Speer in der M 12 sowie die HSC-Athletinnen Nele Vester beim Hochsprung sowie Sophie Schönduwe über 300m Hürden.

Auch die weiteren Platzierungen zeugen vom starken Auftreten der Börde-Leichtathleten im Waldstadion.

Sie alle, wie auch das Ausrichterteam, haben ihr Bestes gegeben. Alle zusammen haben für tolle Meisterschaften im Waldstadion gesorgt.