Neuenhofe l Bereits zum dritten Mal hat Blau-Weiß Neuenhofe sein Springturnier abgehalten. Auch in diesem Jahr hat die Organisation die Helfer und Vereinsmitglieder viel Kraft gekostet. Wie ist es für einen „Turnierneuling“, solche Strapazen auf sich zu nehmen und welche Ziele verfolgt der Verein damit? Volksstimme-Sportreporter Christian Bogus ging diesen Fragen nach und traf sich mit Turnierleiterin Cindy Pasewald.

Volksstimme: Frau Pasewald, seit 2015 veranstalten Sie in Neuenhofe das Springturnier. Warum gibt es das nur alle zwei Jahre? Es wird ja von den Reitern sehr gut angenommen.

Cindy Pasewald: Der organisatorische Aufwand ist einfach zu hoch. Wir machen das alles in familiärer Kleinarbeit, mit Unterstützung der freiwilligen Helfer und des Ortes. Ich habe eine Familie mit zwei kleinen Kindern, außerdem bin ich berufstätig und da reicht es, so ein Turnier nur alle zwei Jahre zu veranstalten. Sie dürfen nicht vergessen, dass die Vorbereitungen ein ganzes Jahr dauern.

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Auch wenn das Turnier erst zum dritten Mal abgehalten wurde, ist Pferdesport in Neuenhofe nichts Unbekanntes.

Genau. Jedes Jahr gibt es bei uns den traditionellen Reitertag, der in der Szene sehr bekannt und beliebt ist. Das hatte uns auch dazu bewogen, doch mal ein komplettes Turnier auf die Beine zu stellen. Heute haben wir an die 450 Nennungen, was richtig toll ist. Das Interesse ist nach wie vor sehr groß. Außerdem haben wir hier einen wunderbaren Turnierplatz und 36 Vereinsmitglieder, die für den Reitsport brennen.

Auf Ihrem Turnier ist der höchste Schwierigkeitsgrad das Klasse-M*-Springen. Lockt die Tatsache, dass viele einfachere Prüfungen angeboten werden, den Reitsportnachwuchs zu Ihnen und ist das gewollt?

Wir hoffen, dass verstärkt der Nachwuchs unser Turnier besucht. So bieten wir zum Beispiel auch den Führzügelwettbewerb an, der in unserer Region wieder sehr beliebt ist. Das hat den Hintergrund, dass uns die Nachwuchsförderung sehr am Herzen liegt.

Wie sieht es denn in Ihrem Verein aus mit dem Nachwuchs?

Wir haben einen geringen Zulauf von jungen Reitern. Das ist schon ein Problem, da der Großteil der Mitglieder recht alt ist. In erster Linie ist unser Nachwuchs der Nachwuchs unserer Mitglieder. Wir haben nicht die Möglichkeit, auch mal den Einstiegssport Voltigieren anzubieten, um so Kinder und Jugendliche anzulocken, aber wir sind guter Dinge.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für unser Turnier wünsche ich mir, dass es auch weiterhin so gut läuft, dass wir weiterhin mit unseren Sponsoren so gut zusammenarbeiten und dass unsere Helfer uns weiterhin zur Seite stehen. Denen bin ich im Übrigen sehr dankbar. Für den Verein wünsche ich mir zahlreichen Nachwuchs, der auch in Zukunft hier alles am Leben hält.