Magdeburg l Zwischendurch ging es doch einmal hoch her. Harry Jahns, der Trainer der HSV-Damen in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga, lieferte sich im Spiel gegen Askania Bernburg am Sonnabend ein kleineres Wortgefecht mit den Unparteiischen. Die Folge: In der 14. Minute sah er die Gelbe Karte.

„Es kamen ein paar Diskussionen auf“, scherzte er später zurück. „Und da habe ich dem Schiedsrichter freundlicherweise ein paar Hinweise gegeben. Diese müssen wohl etwas lauter gewesen sein, in aller Aufregung. Und da habe ich halt die Gelbe gesehen.“

Der süffisante Blick zurück fiel Jahns freilich leicht. Denn der klare 32:17 (16:7)-Sieg seiner HSV-Damen war nämlich nie wirklich gefährdet, die etwas emotionaleren Diskussionen im Grunde gar nicht nötig. Im Moment der Verwarnung stand es bereits 7:2. Und schon da war klar, dass die Handball-Damen aus Bernburg in der Magdeburger Eike-von-Repgow-Sporthalle keinen Stich sehen würden.

Dass vier dieser sieben HSV-Tore durch Siebenmeter zustande kamen, wollte Jahns nicht überbewerten. „Von einer harten Gangart möchte ich nicht sprechen“, meinte das Trainerurgestein. „Es war von beiden Seiten aus fair geführt.“

Vor allem aber war es eine konzentrierte Leistung seiner Damen. Nach dem zwischenzeitlichen 7:1 nahm das Gästetrainer-Team um Michael Maaß die erste Auszeit. Ohne Effekt. „Wir haben unser Spiel weitergemacht“, sagte Jahns. „Die Basis war unsere gute Abwehrarbeit. Oft haben wir den Ballbesitz gewinnen können und gefährliche Konter gefahren. Und den Vorsprung von den sechs Treffern konnten wir kurz nach der ersten Hälfte auf zehn ausbauen.“ Tatsächlich gelang Katharina Schmidt-Bremme in der 32.  Spielminute der Treffer zum 17:7.

Disqualifikation für Gästespielerin

Auch im Anschluss kamen die Gäste aus Bernburg nicht mehr in das Spiel hinein. Auch, weil Alexandra Pajung nach ihrer Gelben Karte nach 38 Sekunden in der 34. Minute ihre zweite Zwei-Minuten-Strafe kassierte und kurz vor einer Disqualifikation stand. „Das Mädel war eine der Schlüsselspielerinnen bei den Gästen. Als sie später tatsächlich disqualifiziert wurde, war das Spiel aber bereits entschieden. Also war das eigentlich kein Faktor mehr“, meinte Harry Jahns. Das war in der 55. Minute beim Stand von 27:16.

Für die Gäste ging es da schon nur noch um Schadensbegrenzung. Und ohne ihre Schlüsselspielerin gelang den Bernburgerinnen tatsächlich nur noch ein Tor. Die Gastgeber ließen noch vier Treffer folgen zum am Ende deutlichen 32:17. Und die Zusammenfassung von Trainer Harry Jahns fiel entsprechend aus: „Gut gespielt, verdient gewonnen.“