Oebisfelde l Verbandsliga-Aufsteiger SV Oebisfelde II hat die erste Runde im Kampf um den Pokal des Handballverbandes von Sachsen-Anhalt (HVSA) unbeschadet überstanden. In heimischer Hans-Pickert-Halle bezwang die SVO II-Sieben von Trainer Toni Seiler den Süd-Verbandsligisten Rot-Blau Coswig sicher mit 28:19 (10:9).

Letzter Test vor Punktspielstart

Die Oebisfelder hatten sich nicht nur das Weiterkommen auf die Fahne geschrieben, sondern für Übungsleiter Seiler war diese Partie zugleich der letzte Test vor dem Punktspielauftakt beim SV Wacker Westergeln.

Die jungen Allerstädter, die Routiniers Hans Meinke, Marcel Mieth (beide verletzt) sowie Thomas Spychalski (privat verhindert) mussten passen, boten im Endeffekt eine solide Leistung. Allerdings müssen Trainer und Akteure noch an einigen Schrauben drehen. Wo nachjustiert werden muss, sahen die Fans über weite Strecken im ersten Abschnitt. In dem taten sich die Oebisfelder schon schwer.

Blau-Rot Coswig nutzt Fehler

Problem Nummer eins war das Verwerten der Möglichkeiten. Entweder scheiterten die SVO-Männer am guten Coswiger Schlussmann, am Gebälk oder verfehlten einfach das Gehäuse. Auch einige Fehler im Aufbau sorgten mit dafür, dass die Blau-Roten trotz 1:4-Rückstand (10.) aussichtsreich im Pokalgeschäft blieben. Denn die Coswiger nutzten die SVO-Fehler, oft mit dem schnellen Gegenstoß, konsequent.

Folge: Den Gästen gelang nicht nur wieder der Ausgleich (5:5; 6:6), sondern nach 24 gespielten Minuten lagen sie plötzlich mit drei Toren vorn (9:6). Und das sogar in Unterzahl agierend. Aber der SVO überwand die schwache Phase und hatte zur Pause (10:9) die Führung wieder übernommen. Die stark aufspielenden Karl Breiteneder, der am Sonnabend vor allem im Rückraum zum Einsatz kam, und der äußerst effektive Kreisläufer Andrè Lachmann machten mit je zwei Treffern die Halbzeitführung perfekt.

SV Oebisfelde II komplett im Spiel

In Durchgang zwei waren die Schwächen der Hallenherren kein Thema mehr. Die Seiler-Sieben hatte nun komplett ins Spiel gefunden und ließ ihrem Kontrahenten nur noch wenig Spielraum. Das lag auch daran, weil der SVO-Trainer die Abwehr umgestellt hatte - von der Variante mit Spitze auf den kompakten 6-0-Block.

Land sahen die Coswiger noch bis zu ihrem 14:15-Anschluss in Minute 40. Danach setzte sich der SVO Schritt für Schritt ab. Mit Treffern aus dem Rückraum, für die zumeist Alex Keller zuständig war, vom Kreis, für die wie erwähnt der sehr effiziente Andrè Lachmann, oft schön angespielt von Karl Breiteneder, verantwortlich zeichnete, oder mit Kontern. Am Ende stand ein klares 28:19 auf der Anzeigetafel.

SV Oebisfelde: Milde, Wehr, Stefani - Lachmann (9/4), Kitzelmann (2), Müller (1), Keller (5), Meinel, Oraschewski (2), K. Breiteneder (4), E. Breiteneder (2), Kleist (3/1).

Siebenmeter: 8/5; Zeitstrafen: 2.