Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg feierte kürzlich sein Club-Jubiläum, wurde am 21. Dezember 50 Jahre alt. Seine Sternstunden erlebte der Verein in den 70er-Jahren mit dem absoluten Highlight 1974 (Europapokal-Triumph in Rotterdam mit dem 2:0-Finalsieg über den AC Mailand).

Den letzten DDR-Titel für den FCM holte ein Jugendteam. Die Oberliga-A-Junioren wurden 1988/89 Meister. In der Abschlusstabelle hatte der Club mit stolzen 42:8 Punkten drei Zähler Vorsprung gegenüber Verfolger BFC Dynamo (39:11) und Dynamo Dresden (36:14). Beide Schlüsselspiele gegen den härtesten Konkurrenten aus Berlin konnten seinerzeit gewonnen werden (2:1, 2:0). Das Meisterwerk.

Chefcoach des FCM-Nachwuchses war Dirk Ulrich, Co-Trainer Martin Hoffmann und Mannschaftsleiter Helmut Hönel. Der hat noch heute jede Menge positive Erinnerungen: „Ich denke gerne an diese Zeit zurück. Wir hatten ein Klasseteam, aus dem später relativ namhafte Spieler hervorgegangen sind.“ So wie Nils Mackel, Guido Mischok, Jan Köhler, Frank Pietruska, Sandy Enge, Ulf Abraham, Timo Ehle, Carsten Müller oder Dennis Fuchs.

„Wir haben damals stets das Vorspiel vor der ersten Mannschaft ausgetragen, häufig im Hauptstadion spielen dürfen und uns so auch frühzeitig an Zuschauer gewöhnt“, sagt Hönel, der aber auch die Tatsache, dass die damaligen Größen der Oberliga-Elf wie Wolfgang „Paule“ Seguin, Achim Streich oder „Maxe“ Steinbach wenn möglich zuschauten, als echte Motivationsspritze bezeichnete.

Laut Hönel war Ulrich ein strenger Trainer, der die Jungs hart rannahm. „Der Erfolg hat ihm aber Recht gegeben“, so Hönel über den heute 59-Jährigen, der nach der Wende u.a. Trainer beim MSV Börde und FSV Barleben war. Ulrich lebt seit Mai in Heringsdorf, hat zur Saison 2015/16 den FC Insel Usedom (Landesklasse 2 Mecklenburg-Vorpommern) übernommen.