Von Carsten Krüger

Magdeburg. Das letzte Auswärtsspiel in diesem Jahr führt die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg an diesem Wochenende zum TSV Travemünde. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge wollen die Subocz-Schützlinge ihren Aufwärtstrend auch beim aktuellen Tabellenvierten unterstreichen und möglichst ihre Erfolgsserie weiter ausbauen. Zwar taten sich die Elbestädterinnen bei Gastspielen in der Vergangenheit stets schwer gegen die Raubmöven, doch warten diese seit Mitte Oktober auf ein Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse und stehen damit ebenso unter Zugzwang.

Nach dem bisher schlechtesten Saisonstart seit Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga geht es für die Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg seit dem 8. Spieltag wieder bergauf. Mit zuletzt zwei verdienten Erfolgen über Lintfort und Harrislee konnte sich das Team von Trainer Grzegorz Subocz nicht nur aus dem Tabellenkeller arbeiten, sondern auch entsprechend Selbstvertrauen tanken. So lautet die Devise für die letzten beiden Spiele auch eindeutig: vier Punkte müssen her, um zumindest in unmittelbarer Reichweite der Qualifikationsplätze für die eingleisige 2. Liga zu überwintern.

Den ersten Schritt dazu kann die Vertretung aus Sachsen-Anhalt am morgigen Sonntag beim TSV Travemünde machen. Die Gastgeber stehen mit 11:7 Punkten derzeit nicht nur auf Rang vier der Tabelle, sondern konnten im bisherigen Saisonverlauf mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten. Für die Bandits wird das Gastspiel an der Ostsee alles andere als ein Zuckerschlecken, zumal die Holsteiner mit Franziska Haupt und Anja Krönert über zwei extrem torgefährliche Spielerinnen verfügen.

Doch genau darin liegt für die Elbestädterinnen am Sonntag auch der Schlüssel zum Erfolg. Gleichbedeutend mit dem sportlichen Aufwärtstrend der Elbestädterinnen ist auch eine enorme Steigerung der Abwehrleistung auszumachen. So zeigt sich die Defensive der Magdeburgerinnen seit der Rückkehr von Yvonne Sachse deutlich kompakter und stabiler, als noch in den Spielen zuvor, was sich jedoch auch auf das Angriffsspiel überträgt. So waren die Subocz-Schützlinge beim jüngsten Sieg gegen den TSV Nord Harrislee vor allem aus dem Konter erfolgreich und wollen diese Stärke natürlich auch gegen den TSV Travemünde umsetzen.

Hinzu kommt, dass beim HSC 2000 zurzeit der gesamte Rückraum Torgefahr ausstrahlt, die nicht nur den Positionsangriff belebt, sondern die Offensive auch schwer berechenbar macht. Personell kann Trainer Subocz aus dem Vollen schöpfen, so dass seine Mannschaft am Sonntag nicht nur wegen der schönen Ostsee nach Travemünde reist, sondern um zwei Punkte zu entführen.