Der Trainingsbeginn im Stadtpark lässt weiterhin auf sich warten, die Schäden an den Anlagen sind zu groß. Besonders schwer hat es das Schweizer Haus getroffen. Hier droht sogar der Abriss.

Werder l Das Schweizer Haus, der Mehrzwecksportplatz, der Achterruderkasten und das Ruderbootshaus haben alle teilweise sehr schwere Schäden davon getragen. Diese Anlagen im Stadtpark, die der SC Magdeburg benutzt, die jedoch der Stadt gehören, sind auch viele Wochen nach der Flut noch nicht wieder in Betrieb.

"Momentan ruht im Stadtpark der komplette Sportverkehr des SC Magdeburg", gab der Haushaltsbeauftragte des SCM, Harald Broschat, an. Trotz der vielen Sicherungsmaßnahmen, die im Vorfeld vorgenommen wurden, sind vor allem die Ruderer und die Gesundheitssportler sehr schwer vom Hochwasser betroffen.

An den Sportanlagen sind Schäden von ungefähr 4,5 Millionen Euro entstanden. Insgesamt belief sich der Schaden an Magdeburger Sportstätten auf 13 Millionen Euro (Volksstimme berichtete). Doch was ein Vorteil für den SCM ist, kommt der Stadt teuer zu stehen: Die Gebäudeschäden muss die Stadt tragen. Die Schäden des SC Magdeburg an Innenausstattung und Geräten belaufen sich hingegen "nur" auf 150 000 bis 200 000 Euro.

Der Gebäudeschaden am "Schweizer Haus" ist mit 3,5 Millionen Euro deutlich am größten. Das Ruderbootshaus, das wegen der Hochwassergefahr im Stadtpark extra auf Pfeilern gebaut ist, konnte der Flut in diesem Jahr trotzdem nicht standhalten. Das Wasser stand noch einen Meter höher als 2002 und war somit in das Fachwerkhaus eingedrungen.

Nach erster Einschätzung der Stadt ist an dem traditionsreichen Haus ein Totalschaden entstanden. Im schlimmsten Fall muss es abgerissen und neu aufgebaut werden. Die Gesundheitssportler, die auch im Schweizer Haus tätig waren, bedauern vor allem den Schaden an Sauna und Fitnessraum. Auch für die Ruderer ist ein Training im Stadtpark noch nicht wieder möglich.

"Sicherlich wollen wir das Schweizer Haus weiterhin nutzen, da es ein sehr schönes Haus in guter Lage ist", sagte der ehemalige Ruderer Broschat, der selber einmal in diesem Haus trainierte. "Voraussetzung dafür ist allerdings die Wiederherrichtung der Anlage, welches über die Stadt läuft". Die Stadt Magdeburg wiederum wartet auf eine konkrete Einschätzung der Gutachter. Es steht weiterhin in den Sternen, ob und wie es mit dem traditionsreichen Ruderbootshaus weitergeht.