Alte Neustadt (hoe). In der Volleyball-Regionalliga der Männer unterlag der USC am Wochenende der SG Rotation Prenzlauer Berg unglücklich mit 2:3 (19, -25, 25, -20, -14).

Die Gastgeber hatten es selber in der Hand und standen am Ende doch wieder mit leeren Händen da. Nach 14:12-Führung im Entscheidungssatz servierte Aleksandrs "Sascha" Ziskins beim 14:13 seinem Bruder Evgenij, absolut stärkster Angreifer der Hausherren, den Ball etwas zu weit nach außen, so dass der nötige Punkterfolg zum Sieg ausblieb. In den letzten Ballwechseln wehrten sich die Magdeburger zwar noch tapfer mit spektakulären Abwehrhandlungen, konnten dem Druck der Gäste aber letztendlich nicht mehr standhalten – 14:16 und damit 2:3 verloren.

Zuvor hatten die Zuschauer eine sehr abwechslungsreiche Partie mit ständig wechselnden Vorteilen auf beiden Seiten gesehen. Der USC begann diesmal sehr konzentriert und erspielte sich nach dem 10:10 einen Drei-Punkte-Vorsprung, der bis zum 25:19-Satzgewinn kontinuierlich ausgebaut wurde. Bis hierher lieferten die Gastgeber in allen Bereichen eine solide Partie und erlaubten sich nur wenig Fehler. Besonders in der Annahme mit dem sicheren Libero Andreas Hennig stand der USC sehr sicher.

Doch die international erfahrenen Berliner wussten sich noch deutlich zu steigern und schalteten nun im Angriff den Turbo ein. Zuspieler Barnowski, der immer wieder die beiden Linkshänder Hölzig und Göbert geschickt mit Angriffskombinationen in Szene setzte, war Dreh- und Angelpunkt bei den Berlinern. Die beiden Folgesätze teilten sich die Teams jeweils mit 27:25, so dass der USC mit 2:1 nach Sätzen vorne lag. "Sascha" Ziskins setzte nun auch häufiger Mittelmann Markus Vogler ein, der sich mit einigen Punkten bedankte.

Nach diesen beiden hart umkämpften Durchgängen verschliefen die Elbestädter den Beginn des vierten Satzes fast vollständig, lagen mit 4:12 deutlich hinten. Doch plötzlich stellten die Berliner scheinbar ihre Bemühungen ein. Acht Punkte in Folge, eingeleitet durch gute Aufschläge von Evgenij Ziskins, und es stand unentschieden 12:12. Allerdings versäumten es die USC-Spieler, den psychologischen Aufwind der Aufholjagd zu nutzen, schlichen sich in der Folge immer wieder Fehler ein, die die erfahrenen Gäste eiskalt nutzten und sich den Satzausgleich sicherten, so dass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Nach sehr ausgeglichenem Spielverlauf schafften es die Gastgeber aber dann nicht, die bis zum 14:12 erspielten Vorteile zu nutzen.

Mit dieser Niederlage steckt der USC mitten im Abstiegskampf und hat mit Wriezen und Wittenberg in diesem Jahr weitere schwere Brocken vor sich.

USC: Hagemeier, Kliefoth, Lautenschläger, Opitz, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins, Noack, Hennig, Mück.