Stadtfeld. Nichts wurde es gestern Nachmittag mit dem dritten Finalsieg in Folge gegen die Füchse Berlin für die A-Jugend-Handballer des SC Magdeburg beim eigenen Internationalen Handballturnier am Wochenende in der Hermann-Gieseler-Halle. Mit der 23:26 (22:22)-Niederlage nach Siebenmeterwerfen gegen den Dauerrivalen aus der Bundeshauptstadt verpassten die Elbestädter zugleich den 16. Gesamterfolg bei der 19. Turnierauflage.

Ausgerechnet Matthias Musche und Debütant Patrik Krok, neben dem als besten Turnierspieler geehrten Philipp Weber die Protagonisten beim Gastgeber, scheiterten mit ihren Strafwürfen. Schon in den 40 regulären Endspielminuten hatten die Magdeburger Mühe, sich ins Siebenmeterwerfen zu retten, wenn nicht immer wieder Musche, Krok oder Weber – eine Augenweide sein Sprungwurftor aus dem Stand zum 16:17 in den rechten Winkel – den Anschluss hergestellt hätten. Krok hätte allerdings zum Helden werden können, doch kam sein Tor zum 23:22 einen Sekundenbruchteil zu spät, nachdem zuvor mit hartem Einsteigen der Ball erkämpft wurde.

"Das war ein starkes Endspiel auf hohem Niveau", befand Magdeburgs Trainer Harry Jahns, und ergänzte: "Siebenmeterwerfen ist nun mal Glückssache." Allerdings haderte auch der Erfolgstrainer mit seinen beiden Torhütern Marcel Balster und Philip Ambrosius, die er nach unglücklichen Aktionen im Finale immer wieder gegeneinander austauschte. Die verletzte Nummer eins, Felix Storbeck, hielt sich diplomatisch zurück: "So ist das manchmal."

Auch das "kleine Finale" um Platz drei wurde im Sieben-meterwerfen entschieden. In einem rein ungarischen Vergleich hatte hier Pler Budapest mit 25:23 (20:20) gegen MKB Veszprem die Nase vorn.

Bester Turniertorschütze wurde Fynn Kretschmer vom NTSV Strand 08 mit 44 Toren, bester Keeper Endré Komendant (MKB Veszprem).