Magdeburg. Am 8. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga geht es für die Damen des HSC 2000 Magdeburg auf weite Reise. Zum Gastspiel beim TuS Lintfort haben die Subocz-Schützlinge nicht nur eine 400 km lange Fahrt vor sich, sondern auch die schwere Bürde erstmals als Tabellenletzter in fremder Halle anzutreten. Als einziges Team der Liga blieb den Sachsen-Anhalterinnen bisher ein doppelter Punktgewinn verwehrt, was sich jedoch beim Vorletzten aus Lintfort ändern soll. Die Statistik spricht zumindest für die Bandits, doch bleibt auch hier die große Frage, wie lange die Elbestädterinnen ihr volles Leistungsvermögen abrufen können, ohne am Ende wieder einzuknicken.

Unter dem Motto "Jetzt erst recht" geht es für die Bundes-ligadamen des HSC 2000 Magdeburg an diesem Wochenende zum Tabellenvorletzten TuS Lintfort. Trotz des schlechtesten Saisonstarts seit Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga hat man bei den Elbestädterinnen den Kampfgeist noch nicht verloren und zeigt sich vor dem Gastspiel an der holländischen Grenze auch weiterhin optimistisch. Die Statistik gibt den Elbestädterinnen zumindest etwas Grund zum Hoffen, immerhin konnte man in sechs Vergleichen alle für sich entscheiden und möchte diese Serie auch am Sonntag nicht reißen lassen.

Doch bei allem Optimismus gilt es vor allem, den Gegner nicht zu unterschätzen, immerhin konnte die Mannschaft Trainer Bettina Grenz-Klein am vergangenen Wochenende beim TV Oyten punkten und steht derzeit noch vor den Magdeburgerinnen in der Tabelle. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken sowie vor heimischer Kulisse werden es die Elbestädterinnen alles andere als einfach haben, die zwei anvisierten Punkte aus Lintfort zu entführen.

Dabei helfen könnte den Subocz-Schützlingen allerdings Yvonne Sachse. Nach überstandenem Nasenbeinbruch konnte die erfahrene Abwehrspezialistin bereits am vergangenen Wochenende bei Kurzeinsätzen wieder Spielpraxis sammeln. Mit ihr verfügen die Magdeburgerinnen zumindest wieder über eine weitere Alternative in der zuletzt so anfälligen Deckung, wobei Sachse im Angriff auch Jugendnationalspielerin Anne Hubinger etwas entlasten kann. Und auch Torfrau Anne Hofmeister zeigte gegen Wolfsburg eine ansteigende Form und hielt ihr Team mit serienweise guten Paraden lange Zeit im Spiel.

Eine ähnlich gute Leistung dürfte den Bandits gegen Lintfort zumindest helfen, dem Ziel "erster Saisonsieg" etwas näher zu kommen. Am Ende bleibt jedoch abzuwarten, ob die Gäste aus Sachsen-Anhalt ihre Leistung über die volle Distanz abrufen können. Immerhin kostete den HSC-Damen zuletzt ein abrupter Leistungsabfall jeweils in der zweiten Halbzeit die Punkte und nicht eine permanent schlechte Leistung. Und so bleibt nur zu hoffen, dass dies gegen Lintfort nicht der Fall sein wird. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.