Magdeburg l Marius Gumpert hat in Vorbereitung auf die Rückrunde seine Basketballer vom USC Magdeburg nicht etwa gegen Dummys springen und laufen lassen. Denn hinsichtlich des körperlichen Kontaktes ist seine Mannschaft nicht wirklich zurückhaltend, zaghaft oder etwa ängstlich. Marius Gumpert hat aber nun endlich eine nützliche Hilfe, um seine Mannschaft auf den nächsten Spieltag der 2. Regionalliga Ost vorzubereiten. Eine nützliche Hilfe in laufenden Bildern – auch Video genannt.

Entsprechende Mitschnitte von den gesamten Heimspielen können einen bisherigen Mangel komplett beseitigen: Informationen über die Gegner. Über ihre Spielweise. Über ihre Stärken. Über ihre Schwächen. Und was für den 23-jährigen Gumpert womöglich noch viel wichtiger ist: Die Bilder helfen ihm, vor allem das Konzept der eigenen Mannschaft voranzubringen. Wie sich seit Jahresbeginn bereits zeigt: „Defensiv sah es gegen den USV Potsdam und gegen den USV Halle wirklich gut aus“, freute sich Gumpert. Gegen Spitzenreiter Potsdam verpasste der USC noch einen Erfolg (54:68). Dafür lieferte die Defensive zuletzt gegen Halle die Grundlage für den zweiten Saisonsieg – mit 75:67.

Starke Ausbeute

Dabei war die Ausbeute einzelner Spieler stark. Vor allem die Ausbeute von Stefan Ahrens. Er hatte zuvor im Schnitt keine zwölf Punkte erzielt, in Halle kam er auf 25 Zähler, dabei landete er vier Dreier. Zudem trafen Johann und Karl Potratz (je 11) und Center Tobias Münch (17) zweistellig.

Auch das ist zumindest das Ergebnis einer guter Defensive, die nach Ballgewinnen per Block oder Steal den schnellen Gegenstoß einleitete und zugleich die Aufholjagd im Abstiegskampf einläutete. „Das macht unser Spiel in der Offensive leichter“, bestätigte Coach Gumpert. Zumal der USC im Positionsangriff zuweilen noch zu langsam in der Umsetzung aller Ideen ist. Eine gute Abwehr soll den Magdeburgern nun auch morgen Abend das Spiel beim TuS Licherfelde helfen, den nächsten Schritt zum Klassenerhalt zu gehen (19 Uhr).

Junger und schneller Gegner

Auch zu diesem Gegner liegen laufende Bilder vor, die sich der USC gestern Abend beim Training angeschaut hat. „Lichterfelde ist eine sehr junge und schnelle Mannschaft, die das Eins-gegen-Eins sucht und wenig aus dem Halbfeld angreift“, analysierte Gumpert den Kontrahenten und Tabellensechsten (14 Zähler). Und gegen den das Schlusslicht aus Magdeburg (4) im Hinspiel mit 67:80 verloren hat.

Aber wenn morgen die Partie beginnt, kennen die Magdeburger die Spielweise der Berliner. Die Stärken. Die Schwächen. Letztlich bleibt es allerdings die Kunst, dieses Wissen auf dem Feld zu nutzen.