Magdeburg l Als Keeper Steven Ebeling drei Minuten vor Schluss gegen Neuling Schwarz-Gelb Bernburg für Mittelstürmer Martin Liebold eingewechselt wurde, führten die Preussen mit 1:0. Dabei blieb es bis zum Schluss. Der zweite Saisonsieg hievte die Magdeburger nach der vorgezogenen Partie an die Landesliga-Tabellenspitze.

Glückliches Trainerhändchen

Trainer Marko Fiedler („Ich werde im Normalfall nie einen hinten rausnehmen“) hatte mit den Einwechslungen von Patrick Goudou und Daniel Trinh zuvor ein glückliches Händchen, denn Trinh ließ einen Freistoß von Daniel Zoll durchrutschen, am langen Pfosten hielt Goudou den Fuß zum Tor des Tages hin.

Dennoch war Fiedler nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf, wurden doch wieder einmal die besten Chancen ausgelassen, mussten die Gastgeber bis zum Schluss zittern, traf der Aufsteiger doch in der ersten Halbzeit bei einem seiner Konter gegen unsortierte Preussen den Pfosten.

Fiedler fehlt im Preussenhof

So nahm der im Sommer gekommene Coach auch nicht am Mannschafts-Grillabend auf dem „Preussenhof“ bei Manager Theise in Lindhorst teil, verpasste so unter anderem die Übergabe der obligatorischen Badelatschen an den „Spieler des Tages“, Daniel Zoll.

„Ich hatte dazu keine Lust, weil ich mit einigen Dingen zuvor nicht zufrieden war“, so Fiedler, der aufklärte: „Wir müssen noch besser als Team harmonieren, Egoismen abbauen, sonst kann uns jeder schlagen.“

Keine Angst vor Askania

Mit Blick auf Pokalgegner Askania Bernburg gab sich Fiedler aber schon wieder kämpferisch: „Das ist ein interessantes Los, zumal ich dort schon zweimal Trainer werden sollte. Unschlagbar ist Askania nicht. Ich habe noch heute ein gutes Verhältnis zu Michael Angermann (Askania-Präsident/d. A.). Ich freue mich, aber natürlich sind wir gegen den Oberligisten erst einmal Außenseiter.“

 

MSC 1899 Preussen: Willner - Sommermeyer, Kupke, Appel, Bimenyimana, Zoll, Tietz, Boening (54. Goudou), Röhl, Liebold (89. Ebeling), Dolch ( 75. Trinh)