Magdeburg l Passend zum Saisonverlauf in der Landesklasse war auch das Endspiel im Magdeburger Stadtpokal kaum an Spannung zu überbieten. Nachdem die Zweite des 1. FC Magdeburg früh in Front ging und der SV Fortuna II kurz vor dem regulären Ende egalisierte, ging es in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Da bewiesen die Kicker vom Schöppensteg die besseren Nerven.

Schöner Abschied

„Den Abschied konnte ich mir nicht schöner wünschen als jetzt mit einem Pokal in den Händen“, freute sich Fortuna-Trainer Christian Krüger. „Für dieses Spiel hätten sich beide Mannschaften den Pokal verdient. Im Elfmeterschießen ist es gewissermaßen natürlich auch immer eine Glücksache“, so der scheidende Coach weiter.

Fürwahr war es ein Endspiel auf Augenhöhe, in dem keiner dem anderen groß überlegen war. Stattdessen bekamen die über 300 Zuschauer im Sportkomplex an der Zielitzer Straße abwechselnd stärkere Phasen von beiden Teams zu sehen. Während die Fortuna zu Beginn einige gute Chancen ausließ, ging die FCM-Zweite in ihrer ersten guten Phase direkt in Führung. Nach Flanke von Tom Bansemer aus dem Halbfeld köpfte der sehr auffällige Abdou Sanneh unbedrängt zum 1:0-Pausenstand ein.

In der Folge drängte die Fortuna-Zweite zwar in die Offensive, doch blieb die Heyse-Elf um Kapitän Sebastian Wendt mit schnellen Angriffen immer brandgefährlich. „Wir müssen das 2:0 machen, die Chancen dazu hatten wir. Das haben wir nicht gemacht und so kommt man am Ende in Schwulitäten“, ärgerte sich Heyse.

Der Fortuna fehlte es derweil bei ihren vielen Angriffen zumeist an der letzten Genauigkeit oder dem entscheidenden Pass. „Es war symptomatisch, dass es ein Standard sein musste. Die FCM-Kicker standen hinten sehr gut, da hatten wir aus dem Spiel heraus unsere Probleme“, gab Fortuna-Coach Krüger zu. So brauchte es in der 87. Minute eine Ecke von Justin Böhm und einen Nico Spieler am langen Pfosten zum 1:1, das die Verlängerung bedeutete.

Entscheidung vom Punkt

Nachdem Denis Huth in dieser dreimal gefährlich in den Strafraum kam, die Kugel aber nicht im Netz unterbringen konnte, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Die Auswahl der Schützen lief dabei auf beiden Seiten gleich ab: „Wer sich gut fühlt, soll schießen.“

Die ersten beiden Elfer von Marcel Würlich und Denis Einecke gingen aber gar nicht erst aufs Tor. Nachdem die acht folgenden Spieler allesamt trafen und Fortuna-Keeper Christian Niewand den Elfmeter von Hannes Rook parierte, stellte Patrick Franzelius den 6:5-Endstand nach Elfmeterschießen her.

„Der Pokalsieg wird jetzt härter gefeiert als der Aufstieg von TuS“, versicherte Niewand im Nachgang. Mit den lautstarken Feierlichkeiten fingen die Fortunen noch auf dem Gelände der Neustädter an.

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