Magdeburg l Um den kompletten Fehlstart in die neue Saison nach dem 0:1 im Auftaktspiel beim Haldensleber SC und anschließenden 1:4-Pokal-Aus beim Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark zu vermeiden, muss der SV Fortuna am Freitag punkten. Gegen Aufsteiger SSC Weißenfels soll ab 18.30 Uhr am Schöppensteg ein Dreier her.

Glage hofft auf ersten Treffer

Dabei mithelfen wollen auch die beiden routinierten Fortuna-Neuzugänge Matthias Deumelandt und Philipp Glage. Regisseur Deumelandt verschoss in Haldensleben einen an seinen Kumpel Glage verursachten Foulelfmeter. „Da wollte er es offensichtlich zu genau machen, schlenzte rechts vorbei, statt voll draufzuhalten“, beschrieb Trainer Dirk Hannemann später die Szene. Der Fortuna-Coach besitzt spätestens seit seinem entscheidenden Elfer für den FCM im November 2000 im DFB-Pokal gegen Oliver Kahn im Tor des FC Bayern München Kultstatus.

Beim Pokalspiel in Bismark hatte Deumelandt bei seinen zwei Pfostentreffern Pech. Philipp Glage fehlte beim erfolglosen Gastspiel in der Altmark, verbrachte mit der Familie ein verlängertes Wochenende an der Ostsee.

Fehlende Durchschlagskraft

Bei der Spielauswertung am Montagabend war der Torjäger, der zuletzt bei Verbandsligaabsteiger Union Schönebeck ein schlechtes Jahr durchmachte, nun aber wieder zweistellig treffen will, dabei. „Der Trainer wies zu Recht darauf hin, dass uns in den ersten beiden Pflichtspielen ganz einfach die Durchschlagskraft gefehlt hat. Das muss schnell besser werden, denn gegen Weißenfels soll nun der erste Sieg her. Doch unterschätzen werden wir den Aufsteiger auf keinen Fall“, zieht Glage aus den beiden Auftaktniederlagen seine persönlichen Schlussfolgerungen.

Weißenfels ein unbeschriebenes Blatt

Weißenfels ist für die Fortunen ein unbeschriebens Blatt, es gab noch kein Spiel zwischen beiden Teams. Auch Philipp Glage, der mit dem VfB Sangerhausen, 1. FC Magdeburg, den Preussen, Burg und Union Schönebeck schon einige Stationen aufzuweisen hat, spielte noch nie gegen den SSC.

Neuling nicht unterschätzen

„Unterschätzen werden wir den Liganeuling auf keinen Fall. Der 4:0-Auftaktsieg gegen Wernigerode sollte uns Warnung genug sein. Zudem haben sie sich mit einigen guten Jungs von Oberligaabsteiger Zorbau verstärkt“, sagt der gebürtige Sangerhäuser, der schon lange seinen Wohnsitz und die Arbeit in Magdeburg hat.

Dirk Hannemann setzt am Freitagabend fest auf seine Routiniers Glage, Deumelandt, dazu Marvin Windelband. „Die drei haben wir nicht umsonst geholt. Sie sollen die jungen Spieler an die Hand nehmen und führen.“

Routiniers sind fit

Auch Kapitän Nils Kauffmann, der mit Glage und Deumelandt schon zusammenspielte, ist wieder an Bord. „Wenn die drei sich im Training den Ball zuspielen, sieht man schon so etwas wie blindes Verständnis. Das muss sich nun auch im Spiel niederschlagen“, hofft Hannemann auf die sportliche Wende. Er setzt darauf, dass seine Schützlinge an die Leistung von Haldensleben anknüpfen, nur eben besser treffen.

Optimistisch geben sich hingegen die Gäste: „Wir fahren nach Magdeburg, um erfolgreich zu sein. Fortuna hat einen guten Mix aus erfahrenen und talentierten, jungen Spielern. Sie haben die ersten zwei Pflichtspiele verloren, von daher stehen sie bereits bei ihrem ersten Heimspiel unter Druck. Unser Ziel ist, sofort präsent zu sein und die Intensität hochzuhalten“, erklärte SSC-Trainer Maik Zimmer gegenüber dem Fußballportal FuPa.

Die Weißenfelser kommen mit breiter Brust an den Schöppensteg. Nach dem klaren Startsieg gegen Mitaufsteiger Einheit Wernigerode zogen sie eine Woche später durch ein 3:2 beim SC Naumburg in die zweite Runde des Landespokalwettbewerbs ein.

Die Glage & Co. wollen den Lauf des SSC jedoch möglichst stoppen.