Magdeburg l „Wir hatten uns zwar das Ziel gesetzt, in allen Turnieren zumindest das Halbfinale zu erreichen. Das erwies sich letztlich aber aufgrund der teilweise vorherrschenden Begleitumstände als illusorisch“, lautet ein Fazit von Teammanager Jürgen Brennecke. Letztlich stand im Winter neben einigen guten Platzierungen unterhalb der Halbfinals „nur“ ein Turniersieg zu Buche.

Zum Auftakt belegte das Team in Dresden den sechsten und letzten Rang. In der Vorrunde gab es eine deftige 1:5-Packung gegen eine Sachsen-Auswahl sowie ein 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg. Im Spiel um Platz fünf unterlag das Teams dann unglücklich der SG Dynamo Dresden im Neunmeterschießen.

Altersunterschied fast immer zu groß

„Nichts gegen unsere Spieler, aber in Dresden und auch in Cottbus am 4. Januar hat man eindeutig gesehen, dass man mit einem Durchschnittsalter von fast 50 Jahren gegen 32-Jährige einfach keine Chance mehr hat“, so Brennecke im Rückblick auf diese beiden Turniere etwas niedergeschlagen.

Dagegen stellte sich eine zweite Mannschaft ebenfalls am 4. Januar beim „Wernesgrüner-Cup“ des Vereins bedeutend besser vor. Als Semifinalist des vergangenen Jahres war das Team auch 2019 auf dem besten Weg unter die letzten vier. Zwei Remis und ein Sieg standen vor dem letzten Gruppenspiel gegen Germania Olvenstedt zu Buche. Ein weiterer Erfolg und das Halbfinale wäre erreicht.

Taktische Defizite oder im Bann der Halle

Doch es kam wie so oft im Leben anders als man denkt. Zwar führten die Blau-Weißen durch ein Tor von Stephan Schulz mit 1:0. Doch dann brach es über die Oldies herein. Das letztlich klare 1:5 war mehr als deutlich. „Bis zu diesem Spiel war ich mit unserer Leistung sehr zufrieden“, so Brennecke. „Doch dann wollte die Mannschaft einfach zu viel.“ Vieleicht wollten die Spieler aber nur den tollen Fans wieder etwas zurückgeben. Trotzdem ging das Anrennen nach hinten los.

Den einzigen Turniersieg holte das Team in Aschersleben, als es immerhin die starke Union-Elf aus Berlin und eine Bundesliga-Auswahl auf die Plätze zwei und drei verweisen konnte.

Da vom Team am 4. Januar gleich zwei Turniere gespielt wurden, konnte kein Akteur auf fünf Turniereinsätze kommen. Doch mit den Jüngeren Christian Beer (38) und Stephan Schulz (37) sowie dem alten Fahrensmann Frank Siersleben (58) haben drei Spieler immerhin vier Turniere gespielt.

Beer, Schulz und Siersleben viermal dabei

Bester Torschütze war Matthias Dieterichs. Der auf dem Feld sein letztes Spieljahr beim VfB Ottersleben angehende Stürmer war in der Halle für die Traditionself am Ball, erzielte mit acht Treffern die meisten Tore für den Club. Mit vier Treffern folgt Alexander Siemke auf Rang zwei der FCM-Torschützen. Jeweils dreimal waren Schulz, Dennis Fuchs und Heiko Bengs für die Blau-Weißen erfolgreich.

Ihr Debüt im Traditionsteam feierten in diesem Jahr Heiko Bengs, Marcel Reiffarth und Ronny Scholze. Alle drei waren stolz wie „Bolle“, wieder einmal das blau-weiße Trikot zu tragen.

Dagegen konnte Kapitän Dirk Hannemann verletzungsbedingt kein einziges Spiel in diesem Winter unter dem Hallendach bestreiten. „Das Fehlen von Dirk hat sich negativ bemerkbar gemacht. Damit fehlte schon ein Leader auf dem Parkett“, ist nicht nur der Coach überzeugt.

Generell zeigte sich Brennecke mit den Leistungen seiner Kicker zufrieden. „Sicherlich haben wir unser Vorjahresergebnis nicht erreicht. Aber in der Halle entscheiden oft Nuancen für oder gegen Dich. Letztlich hat die Mannschaft aber das Primärziel, den Verein vorbildlich zu repräsentieren, wieder umgesetzt“, so der stolze Mannschaftsleiter.

Sommertour startet im Südbrandenburgischen

Brennecke bereitet bereits wieder die Sommertour, für die er bereits 14 Spiele vereinbart hat, vor. Den Auftakt vollzieht der Club am 26. Mai beim SV Germania Peickwitz, aktuell Spitzenreiter der Kreisliga Ost im Kreis Südbrandenburg. Da warten also wieder ein paar „junge Wilde“ auf die Traditionself.