Statistik zum Spiel

VfB Ottersleben - TV Askania Bernburgn. E. 6:4 (1:0, 1:1, 5:3)

VfB Ottersleben: Schulze – Wilhelm, Bergner (117. M. Malchau), Carl, Zemann, Hohmann (72. Bittmann), Riemann, Purrucker (115. Braunert), Reichel (91. Schirge), Flügel, Leuschner (70. Graup)

TV Askania Bernburg: Kreß – Medolli, Podleska (46. Weber), Kühne (106. Rieser), Gerwien, Moutsa, Poliscuks, Pankowski (91. Zober), Sestito, Hinrichsmeyer )66. Muca), Ntais

Schiedsrichter: Damke (Gardelegen). Zuschauer: 113.

Torfolge: 1:0 Hohmann (40.), 1:1 Poliscuks (75.).

Elfmeter für den VfB: Schirge, Carl, Riemann, Bittmann, M. Malchau

Elfmeter für Bernburg: Weber, Medolli, Ntais

Magdeburg l Als Matthias Malchau am Sonnabend auch den fünften und damit letzten Elfmeter des VfB versenkte, kannte der Jubel am Schwarzen Weg keine Grenzen mehr. Schließlich sorgten die Landesliga-Kicker mit dem 6:4-Erfolg nach Elfmeterschießen im Landespokal-Duell gegen Oberliga-Absteiger Askania Bernburg für eine große Überraschung.

Der Weg zu eben jener Entscheidung vom Punkt war für die „Otter“ geprägt von leidenschaftlichem Einsatz und einer konsequenten Defensive über 120 Minuten. „Ich freue mich und bin stolz auf diese starke geschlossene Mannschaftsleistung, bei der viele meiner Spieler an ihre läuferische Leistungsgrenze gegangen sind“, war VfB-Trainer Oliver Malchau schließlich voll des Lobes.

Gäste übernehmen die Kontrolle

Erwartungsgemäß waren es die Bernburger, die als Favorit früh in der Begegnung die Kontrolle übernahmen, Ball und Gegner laufen ließen. „Eigentlich war das ein Spiel auf ein Tor“, sah es auch VfB-Schlussmann Sebastian Schulze. Trotzdem gelang es den Hausherren, mit einem der offensiven Nadelstiche durch Luca Hohmann kurz vor der Pause in Führung zu gehen (40. Minute).

Der Bernburger Druck wird immer stärker

Im zweiten Durchgang wurde der sich stetig aufbauende Druck der Askanen allerdings zu groß. Nachdem in der 51. Minute noch der Querbalken rettete, musste Schulze in der 75. Minute nach einem Freistoßtreffer von Dmitrijs Poliscuks hinter sich greifen. „Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen direkten Freistoß kassiert zu haben. Der war aber auch echt stark geschossen und aus meiner Sicht unhaltbar, ansonsten hätte ich ihn ja gehabt“, scherzte Schulze im Nachgang.

Anstatt in dieser schwierigen Phase nach dem Ausgleich zu brechen, ging der VfB aber stärker aus ihr hervor. „Vielleicht kam der Gegentreffer genau zur richtigen Zeit, weil wir von da an wieder mehr eigene Akzente setzten“, dachte sich Kapitän Florian Purrucker. Torhüter Schulze stimmte dem zu. „Hätten wir das 1:1 später gefangen, hätte das uns vielleicht das Genick gebrochen, wenn wir uns schon am Ziel gewähnt hätten“, spekulierte er.

Ottersleber reiben sich in der Defensive auf

So musste sich der VfB nicht nur über die regulären 90 Minuten, sondern auch in der anschließenden Verlängerung in der Defensive aufreiben, tat dies aber gewissenhaft und aufopferungsvoll. „Kämpferisch war das eine großartige Leistung. Bernburg hatte zwar die besseren Individualisten, wir haben das aber mit einem tollen Teamwork ausgeglichen“, lobte Purrucker.

Die Belohnung folgte im Elfmeterschießen, weil der VfB in Person von Felix Schirge, Dominic Carl, Jonas Riemann, Nils Bittmann und eben M. Malchau, nervenstark blieb und Schlussmann Schulze direkt den ersten Bernburger Versuch abwehrte. Als „Matchwinner“ sah sich der 31-jährige Keeper aber keinesfalls: „Wie schon zuvor war auch das Elfmeterschießen eine starke Teamleistung.“