Magdeburg l Die A-Junioren des 1. FC Magdeburg haben bereits in der englische Woche zum Auftakt der Saison 2018/19 der Fußball-Bundesliga Nord/Nordost viele Höhen und Tiefen eines Fußballerlebens erfahren. Zu Saisonbeginn setzte es am 11. August daheim eine deutliche 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV. Nur vier Tage später brachte das Team von Trainer Thomas Hoßmang von der SG Dynamo Dresden mit dem 2:2 einen zuvor kaum für möglich gehaltenen Punkt mit. Wieder vier Tage später ließen es die Blau-Weißen richtig krachen, fertigten daheim den bis dato Spitzenreiter SV Werder Bremen mit 5:3 (3:0) Toren ab.

„Wir wollten von Beginn an auch als Aufsteiger Punkte sammeln. Dass uns das auch gelungen ist, ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Sie hat die Inhalte der intensiven Trainingsarbeit auf dem Platz umgesetzt“, sieht Hoßmang eines der Erfolgsrezepte. So versuche die Mannschaft „die Magdeburger Tugenden, die da Zweikampfhärte und sportlich aggressives Auftreten, Geschlossenheit und Kompaktheit heißen, im Spiel umzusetzen“.

Temp überragt

Gegen Bremen führte der Club nach Toren von Marvin Temp (11., 40.), Anton Kanther (16.), der einen an Temp verwirkten Strafstoß verwandelte, und Maximilian Farwig (47.) zwischenzeitlich gar mit 4:0, ehe die Weserstädter einen Zwischenspurt einlegten und „unsere jetzt auftretenden individuellen Fehler gnadenlos mit drei Treffern bestraften“, wie es Hoßmang in der Nachbetrachtung beschrieb. Philipp (53., 71.) und Engelhardt (69.) ließen innerhalb von 16 Minuten die Bremer Punkte-Hoffnungen wieder aufleben.

Doch der überragende Mann beim Gastgeber, Marvin Temp, stellte mit seinem dritten Treffer den ersten Saisonsieg sicher. „Ganz wichtig war in dieser Phase, dass wir nicht weggekippt sind, eine hohe Moral bewiesen, noch einmal den Hebel umgelegt und durch Marvin die Antwort gegeben haben.“

Mannschaft will Fußball spielen

Ausschlagebend für die gute Startphase sei, „dass die Mannschaft stets versucht, Fußball zu spielen. Wir arbeiten stark gegen den Ball, sind um Ballbesitz bemüht und scheuen keinen Zweikampf“, so das Fazit des Coaches.

Nun wartet am Sonnabend das bisher punktlose Schlusslicht Niendorfer TSV aus dem Norden Hamburgs auf die Magdeburger. Diese werden sich nach dem trainingsfreien Tag am Dienstag intensiv auf die Partie vorbereiten, fahren bereits am Freitag gen Norden. „Der größte Fehler wäre, den TSV zu unterschätzen und das Spiel mit links anzugehen.“

1. FC Magdeburg: Kips - Jürgen, Lehmann, Schweda, Menke, Kanther, Hommel (75. Pöllmann), Farwig, Temp (90. Rückert), Salihoglu (74. Ogbidi), Plewa (68. Schiemann)