Magdeburg l Es war ein Wechselbad der Gefühle, das die Landesliga-Kicker des TuS 1860 am 14. Spieltag gegen den Blankenburger FV erlebten. Da gab es diesen Auftakt nach Maß mit einer frühen Führung. Da gab es den Rückstand durch zwei Gegentore in drei Minuten. Da gab es die erneute eigene Führung ebenfalls innerhalb von drei Minuten. Und da gab es das Gegentor zum 3:3-Endstand kurz vor Schluss.

Zwei verlorene Punkte für den Neuling

„Vor dem Spiel hätten wir ein Unentschieden gegen Blankenburg sicherlich unterschrieben, aber so tut es weh“, urteilte Teammanager Hannes Pilz. „Von einem Punktgewinn kann man in diesem Fall nicht sprechen, für uns sind es eher zwei verlorene Punkte.“

Auf dem heimischen Kunstrasen an der Zielitzer Straße kamen die Neustädter klasse ins Spiel. Nur zehn Minuten waren absolviert, da brachte Leon Harter den Aufsteiger mit einem gekonnten Lupfer in Front. „Wir haben gut begonnen und uns dafür vollkommen zurecht belohnt“, freute sich Pilz.

Doch der erste Nackenschlag folgte nach einer halben Stunde, als Torschütze Harter umknickte, ausgewechselt werden musste und nun „bis zur Winterpause ausfällt“.

Doppelpack durch den Einwechsler

Ersetzt wurde er von Felix Reuper, der dem Spiel allerdings noch seinen Stempel aufdrücken sollte. In jenen spektakulären acht Minuten Mitte der zweiten Halbzeit. In der 62. und 65. Minute drehten die Gäste zunächst das Spiel. „Beim 1:1 mogeln sie die Pille irgendwie ins Tor, und das 1:2 ist ein Elfmeter, mit dem wir nicht so glücklich sind“, skizzierte Pilz die beiden Treffer von Glenn Baumgartl und Martin Zobel.

Hatte der Neuling zum Saisonstart noch so seine Zeit gebraucht, um einen Rückschlag zu verkraften, so war er am Sonnabend sofort zur Stelle. Reuper drehte die Partie erneut, ebenfalls mit zwei Toren binnen drei Spielminuten (67., 70.).

Enttäuschung überwiegt

„Felix hat nach seiner Einwechslung ein tolles Spiel gemacht. Es ist super, dass er sich diesmal auch mit zwei Toren belohnen konnte“, freute sich Pilz. Trotzdem überwog die Enttäuschung. Denn mit einem Kopfball, der von der Unterkante der Latte seinen Weg ins Netz fand, brachte Maximilian Krumnow die Neustädter in der Schlussminute noch um den Heimsieg.

Pilz: „Natürlich ist man da nach dem Schlusspfiff enttäuscht, wenn man so nah am Ziel ist.“

Uns muss man erst mal schlagen

Für die zwei Spiele bis zur Winterpause in Heyrothsberge und Bismark will Pilz das Positive mitnehmen: „Wir sehen, dass wir auch gegen starke Gegner mitspielen können.“ Und fünf Spiele in Serie ohne Niederlage zeigen: „Uns muss man erst mal schlagen.“