Berlin/Magdeburg l Die Schützlinge von Cheftrainer Thomas Hoßmang wollten gegen die über lange Strecken der Saison punktgleichen Berliner vom Anpfiff weg ihren ersten Matchball verwandeln und gingen dementsprechend motiviert ins Spiel. Jedoch waren es die Hauptstädter, die kurz vor dem Halbzeitpfiff das erste Ausrufezeichen setzten. Niko Bretschneider brachte die Gastgeber praktisch mit dem Pausenpfiff in Front (45.+2).

Spiel nach der Pause gedreht

Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte Mateusz Ciapa per Strafstoß für den 1:1-Ausgleich (50. Minute). Vorausgegangen war ein Handspiel eines Berliner Akteurs. Mit der 2:1-Führung durch Stefan Korsch in der 69. Minute für die Magdeburger sah das Hoßmang-Team schon wie ein sicherer Aufsteiger aus.

Als in der 81. Minute jedoch Verteidiger Luca-Falk Menke nach wiederholtem Foulspiel mit seiner zweiten Gelben Karte vom Platz musste, sah es kurzzeitig so aus, als würde die Partie noch einmal kippen. Jedoch hielt der an diesem Tag bärenstarke Schlussmann Max Heidel seine Elf unter anderem mit einem gehaltenen Foulelfmeter im Rennen (81.). Allerdings sorgte Dogukan Tanis zwei Minuten später dann doch für den Ausgleich für die kleine Hertha.

Hektische Schlussphase

Jetzt war die Spannung auf dem Siedepunkt. Doch auch in Unterzahl zeigten die Elbestädter Moral. Als Hendrik Kuhnhold nach einem guten Angriff von rechts in den Strafraum eindrang und unfair von den Beinen geholt wurde, zeigte der Schiedsrichter abermals auf den Elfmeterpunkt. Ciapa blieb zum wiederholten Male eiskalt und verwandelte zum 3:2-Siegtreffer (87. Minute).

Jetzt brachen alle Dämme vor den 230 Zuschauern, was wohl für den einen oder anderen Herthaner zu viel war. So gab es noch zweimal Rot für die Gastgeber. Die Club-Jungen jedoch brachten den Sieg über die Zeit. Noch auf dem Platz gab es die ersten Bierduschen. Die Feierei ging in der Kabine und später im Bus weiter.

Trainer Hoßmang stolz

„Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wie die Jungen auch immer wieder mit Rückschlägen umgegangen sind, zeugt von einer tollen Moral innerhalb der Mannschaft“, gab ein erleichterter und sichtlich stolzer Trainer Thomas Hoßmang nach Spielende zu Protokoll.

Somit ist auch das letzte Saisonspiel am Sonntag (12 Uhr) gegen den als Vizemeister feststehenden FC Carl Zeiss Jena nur noch Makulatur, da die Thüringer ebenfalls nicht mehr vom Relegationsrang zwei zu verdrängen sind.

FCM: Heidel – Schmedemann, Heynke, Lehmann, Menke (81. Gelb-Rot), Kuhnhold, Hommel (37. Müller), Ciapa, Korsch (78. Bozkaya), Ghawilu (81. Plewa), Temp (76. Hübner)

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