Magdeburg l Dabei gingen die Stadtfelder mit dem 4:1-Heimerfolg im Spitzenspiel gegen den MSC Preussen II den vermeintlich vorletzten Schritt zum Titel. Bei noch fünf ausstehenden Spielen steht die Truppe um Trainer Jörg Grau nun elf Punkte vor der Ottersleber Reserve und 13 Punkte vor der Preussen-Zweiten.

Der Erfolg kommt bei den Westring-Kickern nicht von ungefähr und keinesfalls überraschend. Bereits im ersten Jahr nach dem Stadtoberliga-Aufstieg 2013/14 hatten sich die Postler in Magdeburgs höchster Spielklasse etabliert, wurden seitdem einmal Vierter, zweimal Dritter und einmal Zweiter.

Nach fünf Jahren folg der Aufstieg

Im fünften Jahr ist ihnen nun die Stadtmeisterschaft fast nicht mehr zu nehmen. Trotzdem zeigt sich Trainer Jörg Grau nach dem Erfolg im Spitzenspiel bescheiden: „Wir lassen die Kirche im Dorf. Glückwünsche nehmen wir erst an, wenn es auch soweit ist.“

Das musste auch Preussen II-Trainer Bernd Bendler erfahren, der dem Post SV schon vor Start der Partie seinen Glückwunsch zum Aufstieg ausdrückte. Auch nach der Niederlage richtete Bendler seine Worte in Richtung der Stadtfelder. „Das gebührt der sportlichen Fairness, dass man einer Mannschaft, die über das ganze Jahr hinweg so konstant spielt, zum verdienten Aufstieg gratuliert. Ich wünsche ihnen alles Gute und viel Erfolg in der Landesklasse“, so Bendler.

Am Sonnabend erwischten seine Mannen als Gäste an der Spielhagenstraße zwar trotz zahlreicher Ausfälle den besseren Start, mussten aber schon bald am eigenem Leib die Stärke der Stadtfelder erfahren. Denn zurecht beschreibt Jörg Grau sein Team wie folgt: „Wir sind eine Offensivmannschaft, immer auf den Angriff ausgerichtet.“

Bis zur Pause alles klar

So dauerte es am Sonnabend nur zwölf Minuten, bis Tristan Wolff die Westring-Kicker mit dem ersten Abschluss in Front brachte. Auch von Henry Le Quans Gelb-Roter Karte binnen sieben Minuten (22.) ließen sich die Postler nicht aus dem Tritt bringen. Stattdessen legten die beiden Torjäger Bastian Schäfer (24 Saisontore) und Maxim Faber (18 Saisontore) in Unterzahl nach einer gespielten halben Stunde die Treffer zwei und drei hinterher.

Nachdem dann auch Preussen-Verteidiger Germain Rosa (39.) mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde, stellte Tristan Wolff am Ende einer schönen Kombination den 4:0-Pausenstand her.

Spannend wurde es im zweiten Durchgang nicht mehr, dafür waren die Stadtfelder auch trotz der zweiten Gelb-Roten Karte gegen Faber (58.) zu sattelfest in der Defensive. Doch sorgte ein Eigentor von Nick Pfannenstiel in der 83. Minute immerhin noch für den Ehrentreffer der Preussen.

Gänzlich zufrieden war Grau mit dem Auftritt seiner Jungs dann aber doch nicht: „Der Sieg hätte auf jeden Fall noch ein paar Tore höher ausfallen müssen.“

Titel wird nicht mehr verspielt

Daran, dass man die Meisterschaft noch verspielen könnte, glaubt der Trainer übrigens nicht: „Das geht nicht. Die Mannschaft ist hochmotiviert und liefert sensationell ab.“ Für offizielle Glückwünsche sei es aber noch zu früh. Klar ist: „Wenn wir Stadtmeister werden, dann gehen wir auch auf jeden Fall hoch!“