Magdeburg l Nach dem 28:28 gegen die HSG Ostsee wollen die SCM-Youngsters die Mecklenburger Stiere am Sonnabend (19 Uhr/Gieselerhalle) möglichst bei den Hörnern packen. Gegen den TSV Altenholz folgt eine Woche später das nächste Heimspiel gegen ein Topteam. Da muss die SCM-Zweite – mit 15:10 Punkten aktuell Zehnter – aufpassen, nicht wieder näher an die Abstiegszone heranzurücken.

Trainer Radic gegen Stiere optimistisch

Trainer Vanja Radic ist jedoch überzeugt, dass seine Jungs wieder die Kurve kriegen und auf die Siegerstraße zurückkehren. „Wir haben in den bisherigen drei Rückrundenspielen genauso viele Punkte geholt wie in den ersten drei Saisonspielen“, rechnet er vor und begründet so seinen Optimismus. Vor einer Woche gegen die hinter den Magdeburgern platzierte HSG Ostsee habe man zahlreiche Chancen ausgelassen und in entscheidenen Phasen einige technische Fehler zu viel fabriziert.

Das hat Radic mit seinen Schützlingen ausgewertet, nutzt dabei wie Trainerkollege Bennet Wiegert das Softwareprogramm „Sportimization“ und überspielt seinen Schützlingen per WhatsApp-Nachricht individuell zugeschnittene Videosequenzen zur Spielauswertung.

Bis auf de la Peña alle dabei

Nach einem freien Tag folgt am Freitag und am Sonnabendvormittag die Einstimmung auf das Spiel gegen Schwerin. Personell hat Radic keine Sorgen, praktisch alles an Deck. Nur Juan de la Peña wird mit den SCM-Profis am Sonnabend ein Vorbereitungsspiel beim Wilhemshavener HV bestreiten.

Mit Phil Döhler, Max Neuhaus und Luka Baumgart, dazu Justus Kluge, waren vier Youngsters beim 33:28 der SCM-Profis im Test gegen Champions-League-Teilnehmer Motor Saparoshje zu Wochenbeginn in Zerbst dabei. Dass es nicht noch mehr Youngsters, die während der WM gemeinsam mit den verbliebenen Profis trainierten, waren, lag daran, dass DHB-Trainer Alexander Koke sich beim SCM einen Eindruck von den aktuellen Nachwuchs-Auswahlspielern machen wollte. Darum fehlten zum Beispiel Yannick Danneberg, Lukas Diedrich und Hannes Bransche in Zerbst.

Bransche ein Rückhalt

Gerade von Rückraumspieler Bransche, der im Sommer drei Monate wegen einer Daumenverletzung fehlte, hält Radic viel: „Das ist ein guter Junge, der seinen Weg machen wird.“ Auch Bransche trainierte während der WM „oben“ mit. Zu einem Vergleich der Trainingsintensität unter Wiegert und Radic angesprochen, meinte der mittlerweile 20-Jährige: „Wir kennen das ja von den Youngsters mit ehrgeizigen Trainern, so ist das in dieser Hinsicht kein großer Unterschied, aber natürlich eine coole Atmosphäre.“