Magdeburg l Die erste Auswertung unmittelbar nach Spielende in der Kabine durch Trainer Vanja Radic dauerte diesmal etwas länger. Verständlich, laufen doch seine Schützlinge seit nun schon sieben Spielen vergeblich dem siebten Saisonsieg hinterher.

„Wir haben jetzt schon eine Weile keine Spiele gewonnen, aber einige Punkte geholt. Dabei haben wir auch Ansätze gezeigt, dass wir immer noch Handball spielen können“, versuchte der Coach anschließend dem Negativlauf auch etwas Positives abzugewinnen.

Und der 34-Jährige hatte auch durchaus plausible Erklärungen für die klare Niederlage, die bisher höchste der Saison: „Wir wussten, dass uns Juan de la Peña fehlen würde. Da habe ich erwartet, dass heute andere Spieler, die sonst weniger Spielzeiten bekommen, es besser machen, um sich einen Platz zu erkämpfen. Das ist aber nicht so ganz gelungen wie wir alle uns vorgestellt haben.“

Zu viele Fehlwürfe und Ballverluste

Erneut leistete sich sein Team 21 Fehlwürfe und 14 technische Fehler, davon acht in der ersten Halbzeit. Hielten die Youngsters die Begegnung noch bis zum 12:14 durch Niklas Danowski zwei Minuten vor der Halbzeitpause offen, kassierten sie in den letzten 120 Sekunden nach teilweise haarsträubenden Patzern noch drei Gegentreffer. Da platzte denn auch Radic der Kragen, der in seiner ersten Auszeit Yannick Danneberg nach einem Ballverlust und Gegentor nach Konter lautstark auf dem Parkett zusammenfaltete.

Doch auch die Mitspieler des 18-jährigen Halblinken bekleckerten sich bis dahin nicht gerade mit Ruhm, lieferten eine Berg- und Talfahrt ab. Kapitän Max Neuhaus begann mit einem Fehlwurf, erzielte dann drei Tore am Stück, um anschließend zweimal in Folge vom Siebenmeterstrich am starken Gästekeeper Jan Komi-nek zu scheitern.

Keine Konstanz

Später durfte dann der junge Kay Winter zum Strafwurf ran. Zwar setzte er den ersten an den Pfosten, blieb aber bei den folgenden drei Versuchen nervenstark. Gegen die hart zupackenden Stiere war diesmal auch das Spielglück nicht auf Seiten der Elbestädter. Viele abprallende Bälle flogen zum Gegner, nach Ballgewinnen ging das Spielgerät oft umgehend wieder an die Gäste verloren, dazu kamen noch vier Holztreffer.

Später wuchs der Rückstand weiter an. Die Hausherren versuchten alles, probierten es mit einem siebten Feldspieler. Doch als die Nordlichter selbst in doppelter Unterzahl zum Tor kamen, war das Spiel durch.

SCM II: Diedrich (Döhler) - Hack 1, Bransche 3, Danowski 7, Neuhaus 5, Y. Danneberg 3, Kluge 3, Baumgart, Winter 3/3, Hack 1, Lößner 1