Magdeburg l Aus eigener Kraft und ohne fremde Schützenhilfe sicherte sich der HSV Magdeburg mit dem 37:34 (19:15) gegen Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz für ein weiteres Jahr sein Startrecht in der Sachsen-Anhalt-Liga der Männer. Trainer Harry Jahns denkt aber schon längst über eine notwendige Verjüngung nach.

Wasielewski die Lebensversicherung

Zwar machen seine Söhne Michael und Andreas weiter, ebenso der auch die 40 überschrittene Matthias Krüger. Aber Torhüter Tim Baum geht nach Helmstedt, der torgefährliche Tom Kaeselau zurück nach Brandenburg. Maximilian Wasielewski, einst im SCM-Nachwuchs ein Schützling von Harry Jahns und auch am Sonnabend mit elf Treffern wieder die Lebensversicherung der Stadtfelder, droht auszuscheiden.

Fehlte der Physiotherapeut im Saisonverlauf schon mehrfach aufgrund von Weiterbildungsmaßnahmen, will er sich nun beruflich neu ausrichten. Jahns: „Da weiß man jetzt noch nicht, wohin es ihn möglicherweise verschlägt. Wir brauchen auf alle Fälle für die neue Saison frisches Blut, auch von außerhalb.“

Am besten Akteure vom Schlage des Nico Jantsch. „Der machte ein starkes Spiel, so dass Trainersohn Andreas auf der Bank sitzenbleiben konnte”, freute sich Harry Jahns. Der Coach war wie immer engagiert an der Bank unterwegs, gestikulierte, reklamierte und kassierte im dritten Anlauf auch prompt eine berechtigte Gelbe Karte.

HSV benötigt frisches Blut

Die doch schon ziemlich überalterten Gastgeber nahmen immer wieder das Tempo raus. Ex-Profi Michael Jahns spielte zumeist nur im Angriff, machte in der Abwehr für Michael Marquardt Platz.

In der Crunchtime kamen die Gäste noch einmal auf 33:31 heran, doch war auf den durchspielenden Wasielewski ebenso Verlass wie auf Keeper Baum, der selbst zum 19:13 ins verwaiste Grün-Weiß-Tor traf, beim zweiten Versuch kurz vor Schluss an seinem Gegenüber Nils Hübscher scheiterte.

Am Ende brachte der siebte Saisonsieg den Stadtfeldern sogar noch Platz elf.

HSV-Tore: Wasielewski 11, Kaeslau 8, Jantsch 7, M. Jahns 6/1, S. Zimonczyk 4, Baum 1