Magdeburg l Bocholt – das ist keine gute Erinnerung für Gunnar Griep. Dort haben es seine Nase und der Unterarm von Philipp Maaß etwas zu ernst mit der Nähe genommen. Nach einem Block der beiden Hünen des USC Magdeburg schlug der Arm von Maaß recht ungünstig aus, weshalb die Nase von Griep eine Fraktur davontrug, die ihn außer Gefecht setzte. Am 25. Oktober war das Unglück geschehen. An jenem Tag also, als die Zweitliga-Volleyballer ihren zweiten Punkt sammelten. In Bocholt hieß es nämlich 2:3. Deshalb sagt Griep: „Da haben wir noch eine Rechnung offen.“

Bocholt ist auch das Thema des kommenden Sonntags. Der Tabellenelfte ist zu Gast in der Campushalle der Guericke-Uni (16 Uhr). Am Vortag tritt der USC beim Schlusslicht VI Frankfurt (17 Uhr/Hinspiel: 3:2) an. „Das wird auf jeden Fall ein wichtiges Wochenende für uns“, sagt Griep – sogar ein Sechs-Punkte-Wochenende. Denn sechs Punkte beträgt der Rückstand des USC (12.) auf Bocholt und damit auf den ersten Nichtabstiegsplatz – was für eine Chance. Gunnar Griep meint: „So darf man aber nicht rangehen.“

Vielmehr soll das Team mit jenem Spaß rangehen, der ihm zu der Chance verholfen hat. Nach dieser sah es zwischenzeitlich nicht mehr aus. Selbst bei Griep, dem Ur-Magdeburger, der nur in der Saison 2009/10 für Delitzsch (2. Liga) aufschlug, war in den Spielen vor dem letzten Sonntag „nicht viel zusammengelaufen“. Beim ersten Drei-Punkte-Erfolg der Saison gegen den USC Braunschweig (3:1) hatte deshalb nicht der 32-jährige Leistungsträger, der alljährlich am Silvestertag seine persönliche Geburtstagsrakete zünden darf, sondern Tom Heidicke von Beginn an gespielt. Griep lobt den Teamgefährten: „Tom hat sich wirklich gut entwickelt.“

Der Älteste im Club der „Abenteurer“ kam natürlich trotzdem in die Partie, er ist dafür bekannt, die schweren Bälle zu vollenden. „Uns hat aber die Geschlossenheit ausgezeichnet“, sagt er. Eine Stärke, die der USC auch am Wochenende gut gebrauchen wird. Dann könnte auch Bocholt in ewig guter Erinnerung bleiben.