Magdeburg (vs/su) l Bereits nach knapp einer Stunde war die Begegnung entschieden, freuten sich die Hauptstädterinnen über drei Tabellenpunkte. Dabei traten die Gastgeberinnen mit fast vollem Kader an. „Aber durch Krankheit und private Verpflichtungen in der vergangenen Trainingswoche konnten wir die Mannschaft suboptimal vorbereiten“, berichtete USC-Trainerin Anja Bechmann nach der Begegnung.

So setzte die Trainerin zunächst auf den Startsechser der Partie in Zepernick. „Allerdings wussten wir bereits Mitte des ersten Durchganges, dass beim Stand von 6:11 bzw. 11:16 der Fünf-Punkte-Rückstand nur sehr schwer einzuholen sein würde“, sah Bechmann schon früh die Felle wegschwimmen. Auch die Berlinerinnen begriffen dies zeitig, setzen die Magdeburgerinnen immer wieder unter Druck und sicherten sich nach nur 21 Minuten den ersten Satz (18:25).

Bechmann reagierte und verstärkte die Diagonalposition mit Thyra Kratzsch im Angriff, die aber durch Trainingsmangel nur schleppend in das Spiel kam. Auch der sonst souveräne Service wackelte ähnlich wie der Angriffsabschluss. Zum Ende des zweiten Satzes rappelten sich die Gastgeberinnen zwar noch mal auf, konnten den Satzverlust aber nicht mehr abwenden (17:25).

Wechselkarussell dreht sich

Da auch diese Aufstellung nicht zum Erfolg führte, „haben wir das Wechselkarussell weiter gedreht“, berichtete Bechmann. So wechselte Pia Stodal (spätere MVP) von der Mitte auf die Außenposition, Laura Slabon in die Diagonale, Antje Mutzeck auf die Libera-Position und Stefanie Lindner kam als Mittelblockerin in die Startaufstellung. Dies zeigte Wirkung und führte zu einer frühen Führung (5:1), die bis in die zweite Rotation gehalten werden konnte (11:8).

„Bis zum 22:22 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Jedoch häuften sich dann wieder unsere Eigenfehler, was ein gefundenes Fressen für die Gäste darstellte“, so Bechmann nach dem dritten Satz (22:25).

Berliner sind bisher schwerster Gegner

„Letztlich hat sich erwiesen, dass diese Berliner Mannschaft bisher der mit Abstand sportlich schwerste Gegner in der jungen Saison war“, so die Trainerin auswertend. „Gegen dieses Team kann man verlieren. Schade ist nur, dass erst im dritten Durchgang die Lockerheit der Mädels wirklich spürbar war.“

Locker müssen die USC-Damen aber bleiben. Bereits am kommenden Sonntag wartet Energie Cottbus auf die Elbestädterinnen.

 

USC Magdeburg: Stodal, Borchardt, Baake, Polter, Pero, Recke, Mutzeck, Lindner, Slabon, Kriebitzsch, Kratzsch, Drrechsler, Cramme, Stößel