Magdeburg l Das Spitzenspiel der 2. Wasserball-Bundesliga, Landesgruppe Ost, hielt alles, was es in der Ankündigung versprach. Letztlich trennten sich beide Teams unentschieden 8:8 (1:3, 3:1, 1:3, 3:1). Wobei die Magdeburger damit ihre führende Position in der Tabelle verteidigten.

WUM-Kapitän Lukas Schulle, der angeschlagen ins Spiel ging, war nach der Partie stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben aktuell ein tolles Team zusammen, bei dem einer für den anderen kämpft. Diese Einheit ist wohl der Schlüssel zum Erfolg.“

Die Hausherren von der Havel legten gleich zu Beginn richtig los, setzten die Magdeburger mächtig unter Druck. Diese wiederum hielten in der Abwehr gut dagegen, so dass es fast fünf Minuten dauerte, ehe das erste Tor fiel. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer gingen die Havelstädter mit 1:0 in Führung.

WUM fehlt zunächst die Treffsicherheit

Zu diesem Zeitpunkt fehlte es der WUM vor dem gegnerischen Tor an Zielgenauigkeit. Zudem kam noch etwas Pech dazu. Zwei Mal konnte der Gastgeber das Spielgerät von der Linie kratzen. So erhöhte Brandenburg auf 2:0. Doch Schulle brachte sein Team wieder heran. In der Folge ging es hin und her. Beide Teams ließen Chancen liegen, scheiterten jeweils an den Abwehrriegeln. Schlussendlich kamen die Gastgeber durch eine Unkonzentriertheit der WUM 25 Sekunden vor der ersten Sirene zur 3:1-Führung.

Mit sehenswertem Rückhandwurf brachte Tom Hagendorf den Gast aber auf 3:2 heran. Da Moritz Lehnert nur die Latte traf, erhöhte Brandenburg auf 4:2, ehe Hagendorf mit zwei weiteren Treffern in „seinem Viertel“ das 4:4 zur Pause markierte.

Das dem Gastgeber nicht mehr Treffer gelangen, lag auch an WUM-Torhüter Marc Böer, der zahlreiche Brandenburger Chancen zunichte machte.

Bereits jetzt war zu sehen, dass die WUM „die Verantwortung wieder auf mehrere Schultern verlegte. Auch heute hatten wir fünf Spieler, die sich in die Torschützenliste eintrugen“, freute sich Schulle rückblickend.

WUM übersteht auch eine doppelte Unterzahl

Mit Beginn des dritten Abschnitts dann zunächst ein Schock für die Magdeburger. In dieser engen Partie wurden zugleich Moritz Lehnert und Jos Schermer für 20 Sekunden aus dem Becken „gebeten“. Die große Chance also für Brandenburg, wieder in Führung zu gehen. Doch erneut war es die Abwehr und vor allem Torhüter Böer, der mit einer Glanzparade das Tor verhinderte.

Wilhelm Block besorgte Mitte des dritten Viertels die erste Magdeburger Führung (5:4). Aber die Havelstädter konterten clever, glichen schnell aus. Die Halle tobte. Jedoch ließ sich die WUM davon nicht schocken und spielte ihren Stil weiter. Lehnert brachte die Magdeburger erneut nach vorn. Kurz vor Ende des dritten Viertels erhöhte er in Überzahl gar auf 7:5.

Im letzten Viertel durchwühlten beide Teams weiter das Wasser des Brandenburger Marienbades. Doch die starken Abwehrreihen blockten die Torversuche reihenweise ab. Angetrieben von den Zuschauern konnten die Hausherren trotzdem ausgleichen.

In eine Druckphase des Gastgebers setzte Pavle Japaridze die 8:7-Führung für die WUM. Knapp vier Minuten vor dem Ende belohnten sich jedoch die Havelstädter mit dem 8:8-Ausgleich.

Gute Ausgangsposition, doch Gäste halten Ball

„Man hat heute gesehen, dass wir über eine sichere Abwehr vor dem gegnerischen Tor flexibler, nicht mehr so ausrechenbar sind, wie noch in der vergangenen Spielzeit“, so Schulle.

Trotz der guten Ausgangsposition, die WUM hat noch in fünf von sieben Spielen Heimrecht, halten die Magdeburger den Ball flach. „Es läuft zwar gerade super! Doch erreicht haben wir noch nichts, deshalb bleiben alle am Boden. Abgerechnet wird zum Schluss.“