Wulferstedt l Mit einem 1:1-Remis endete am das Landesklasse-Derby zwischen Germania Wulferstedt und dem Oscherslebener SC, welches von viel Magerkost geprägt war.

Die Derbys zwischen Wulferstedt und dem großen Nachbarn aus Oschersleben hatten schon glanzvollere Zeiten erlebt. In diesen Wochen müssen beide Vereine ihr Anspruchsdenken zurückschrauben. Die Hoffnung war vorrangig, elf spielfähige Leute auf den Platz zu bekommen. Nur mit einem Übergewicht aus der zweiten Mannschaft waren die Gäste überhaupt antrittsfähig. Wulferstedts Sorgen waren etwas kleiner. Es galt zwar, Kapitän Martin Ilsmann (5. Gelbe) und noch einige andere Leute zu ersetzen, doch immerhin gelang es Coach Stefan Mohr, eine erfahrene Startelf ins Rennen zu schicken.

OSC geht früh in Führung

Der OSC kompensierte seine Defizite mit großem Willen und Einsatz und erkämpfte sich die Führung. Mit der ersten Chance die sehenswerte Führung: Ein Ball in den Lauf von Dannenberg rutschte durch und plötzlich war der Stürmer allein vor Yves Reiser. Mit einem schönen Schlenzer in die hintere Ecke setzte Dannenberg durch das 1:0 ein Achtungszeichen (13.). Große Gefahr aus dem Spiel erzeugten beide Mannschaften nicht. Sie rieben sich zwischen den Strafräumen auf. Eine Standardsituation brachte den Ausgleich: Ein Schütze-Freistoß aus 25 Metern wurde von der Mauer noch abgefälscht und Rothämel, der schon einen Schritt in die andere Ecke gemacht hatte, kam nicht mehr entscheidend an den Ball und es stand 1:1 (38.).

Derby findet keinen Sieger

In der zweiten Halbzeit kombinierte Wulferstedt etwas besser und setzte mit Offensivaktionen mehr Akzente. Knapp war es, als Herzberg von rechts flach in die Box spielte und Reimann mit der Sohle reinrutschte, das Tor aber scharf verfehlte (50.). Für den OSC brach Wegener mit dem Ball nach einer Nachlässigkeit durch, konnte aber noch abgedrängt und am Abschluss gehindert werden (62.). Mit etwas mehr Entschlossenheit, aber auch mit der ein oder anderen Kraftreserve mehr hätten hier beide Mannschaften noch auf Sieg setzen können.

Ob das Spiel einen Sieger verdient hätte, darf jeder der 206 Zuschauer für sich selbst einschätzen. Die gute Schiedsrichterin Sarah Hartmann beendete mit ihren Kollegen Mummert und Kriesche nach einer souveränen, unaufgeregten Leistung pünktlich das Derby.

Statistik

Germania Wulferstedt: Reiser – Kunze, Behrens, Mann, Jahn (63. Reschke), Grzenda, Rzehaczek, Herzberg, Schütze, Reimann, Elle (86. Brunke)

Oscherslebener SC: Rothämel (57. C. Jaffke), Dräger, Doil, Dolle, Dannenberg, Wegener, Wulf (63. Westphal), Bernt (78. Götze), Breier, Winterberg, Howe

Tore: 0:1 Dannenberg (13.), 1:1 Schütze (38.)

Schiedsrichter: Sarah Hartmann, Florian Mummert, Jan Kriesche -

Zuschauer: 206