Hötensleben l Mit einem zumindest in dieser Höhe nicht erwarteten 4:0-Sieg, der aber auch den Verlauf des Spieles nicht ganz realistisch widerspiegelt, erreichte Germania Wulferstedt in Hötensleben das Pokal-Halbfinale.

Leider hatte sich beim SV Hötensleben vor diesem wichtigen Pokalspiel die personelle Misere nicht gebessert, denn wieder stand eine Vielzahl potentieller Leistungsträger (Meßner, Künne, Peine, Winkler, Zacher, T. Kittel) aus Arbeits-, Verletzungs- und Urlaubsgründen nicht zur Verfügung. Unter diesem Aspekt erfüllte das vom SVH-Coach Peter Strauß zusammengestellte Team jedoch seine Aufgaben mit einer guten Einstellung und Moral, auch wenn es zum Sieg nicht gereicht hat. Für den Coach ein Hinweis dafür, dass nicht nur die Quantität des Kaders schlechthin verbessert wurde, sondern entscheidend auch die Qualität in der Breite.

Die Gäste gingen aus dieser Begegnung als verdienter Sieger hervor, wobei die Partie lange auf der Kippe stand und die Höhe des Ergebnisses nicht den wahren Spielverlauf widerspiegelt. In der ersten Hälfte war es eine Begegnung auf Augenhöhe. Beide Teams versuchten zunächst mit einer sicheren Spielweise Tore zu verhindern. Es fehlte ihnen jedoch im Spiel nach vorn an Klarheit und durchdachten Spielzügen. Herausgespielte Torchancen ließen beiderseits zu wünschen übrig.

Reimann bringt Gäste in Führung

In der 13. Minute sorgte ein gut hereingegebener Eckball von Miroslaw Domagala im Wulferstedter Strafraum für Aufregung, denn Marian Deicke rutschte im Fünfmeterraum nur Zentimeter am Leder vorbei. In der 29. Minute ein schön vorgetragener Angriff der Gäste: Christian Reimann profitierte vom genauen Zuspiel seines Mitspielers und vollendete halbhoch platziert zur 1:0-Führung für seine Farben. Die größte Torchance im Spiel hatte dann in der 43. Minute Dustin Brömse für den SVH. Freistehend und unbedrängt im gegnerischen Strafraum vergab er eine Riesenmöglichkeit. Ein typisches 0:0-Spiel bis zur Pause, fußballerisch keine Feinkost.

Partie wird intensiver

Nach dem Wechsel nahm die Partie zumindest kämpferisch Fahrt auf, wobei die Gastgeber in der 20-minütigen Anfangsphase spielbestimmender waren. Herausgekommen ist jedoch nur eine Torchance in der 53. Minute durch Kevin Riedl, der nach einem schönen durchgesteckten Pass an Torhüter Zappe scheiterte.

In der 57. Minute sah der SVH-Spieler Marian Deicke nach einem taktischen Foul Gelb-Rot. Die Gastgeber bemühten sich, in Unterzahl weiter Druck auszuüben, doch wurde dieses Aufbäumen konterkariert durch einen quergespielten Fehlpass der SVH-Abwehr vor dem eigenen Strafraum. Germania fing das Leder ab und brachte Christian Schütze in eine gute Schussposition, der sich nicht zweimal bitten ließ und auf 2:0 erhöhte. (67.).

Doppelschlag in der Schlussphase

Nach diesem Gegentreffer und dazu noch dezimiert, leisteten die Gelb-Schwarzen dann kaum noch ernsthafte Gegenwehr. Wulferstedt dominierte nun die Partie und erhöhte das Ergebnis durch Denny Herzberg (77.) und J. Reschke (83.) auf den 4:0-Endstand.

Erwähnenswert die Rettungstat von Felix Hoffmann in der 75. Minute, als er einen platzierten Distanzschuss von Michel Rzehaczek um den Pfosten lenkte. Der SVH gratuliert Germania zum verdienten Weiterkommen im Pokal. Die Schützlinge von Peter Strauß können sich jetzt auf die vor ihnen liegenden, wichtigen Punktspiele konzentrieren.

Statistik

SV Hötensleben: Hoffmann - Rudloff, Burchardt, Wiedecke (46. Meyer), Brömse, Rzehaczek, Domagala, Thielecke, Riedl, Deicke, F. Kittel.

Germania Wulferstedt: Zappe - Behrens, Ilsmann, Grzenda, Reimann (65. Reschke), Elle, Herzberg, Schütze, Charwat, Rzehaczek, Jahn.

Torfolge: 0:1 Reimann (29.), 0:2 Schütze (67.), 0:3 Herzberg (77.), 0:4 Reschke (83.)

Schiedsrichter: Wozny (Ingersleben)

Zuschauer: 161