Arnstedt/Haldensleben l Wer hätte das gedacht, dass der Haldensleber SC im ersten von fünf „Endspielen“ um den Klassenerhalt in der Verbandsliga, alle Punkte entführt und das ausgerechnet beim hohen Favoriten aus Arnstedt. Mit 1:0 setzte sich der HSC durch.

Was die HSC-Elf beim letzten Auftritt alles noch vermissen ließ, sollte in Arnstedt ein ganz anderes Gesicht gezeigt werden. Wille, Kampfgeist und die Basics passten über 90 Minuten und der Lohn war der Siegtreffer in der 88. Minute.

Der HSC macht einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und hat nun fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Gäste optisch überlegen

Das Spiel in Arnstedt begann ausgeglichen und in den ersten 20 Minuten hatte der HSC sogar mehr optische Überlegenheit im Spiel. Bereits nach drei Minuten brachte Neubauer (3.) eine Flanke in den Strafraum der Gastgeber und im Zentrum verpassten Thieke und Hampel gleich im Doppelpack.

Erst nach 28 Minuten zeigten sich die Gastgeber das erste mal vor dem HSC-Tor. Dies sollte gleich zur größten Chance im ersten Durchgang führen. Der Schuss von Roldan klatschte an den Pfosten (28.). Wenig später musste Switala ernsthaft eingreifen, als er den Schussversuch von Mania um den Pfosten lenkte. Ansonsten ließ der HSC nichts weiter zu.

HSC steht kompakt

Der zweite Durchgang begann ähnlich, der HSC stand sicher in der Defensive und hoffte auf den entscheidenen Konter. Etwas Glück verbuchte der HSC in der 68. Minute, als Kania in der Abwehr einen Kopfball klärte und den Ball an die eigene Latte köpfte. Die Mannen um Trainer Herrmanns spürten, dass sogar mehr als ein Punktgewinn möglich ist und setzten immer wieder Nadelstiche. Das dies ausgerechnet zwei Minuten vor Abpfiff fruchten sollte, ahnte niemand. Kessler drang über links in den Arnstedter Strafraum ein und bediente am Fünf-Meter-Raum Wille, der den Ball überlegt im Tor unterbrachte. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Die letzten Minuten wehrte sich der HSC mit Mann und Maus und brachte den völlig unerwarteten Auswärtssieg über die Bühne.

Bei Trainer Herrmanns und der gesamten Mannschaft war spürbare Erleichterung zu erkennen, denn der HSC-Coach musste auf gleich neun Spieler verzichten. Dank der Hilfe von gleich drei A-Jugendlichen und zwei Spielern der U23, ist dieser Erfolg noch deutlich höher einzustufen.

Zwei Heimspiele in Folge

Am kommenden Wochenende erwartet dem HSC ein hartes Programm, denn bereits am Freitag ist Rot-Weiß Thalheim im Waldstadion zu Gast. Nur drei Tage später – Pfingstmontag – gastiert Blau-Weiß Dölau in Haldensleben. Zwei wichtige Nachholspiele für den HSC, die zeigen werden wohin die Richtung in der kommenden Saison geht.

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Hübner, Markstein, Wille, Kania - Schiefer (90.Krause), Mäde, Kessler, Neubauer - Hampel (78.Schendel), Thieke (72.Müller).

Tor: 0:1 Wille (88.).