Hötensleben l Vor 283 Zuschauern gelang dem Spitzenreiter der Bördeoberliga ein klarer 3:0-Erfolg gegen den Vertreter aus der Landesklasse.

Mit Germania Wulferstedt, dem Viertplatzierten der Landesklasse 3, wurde dem SV Hötensleben in der ersten Pokalrunde gleich ein harter Brocken zugelost. Andererseits sind die Hausherren als Tabellenführer der Bördeoberliga mit einer blütenreinen Weste gut in die neue Saison gestartet. Also gute Voraussetzungen für ein spannendes Derby.

Dieses gewannen die Gastgeber vor 283 Zuschauern verdient mit 3:0 Toren, was auch neidlos von den Gästen anerkannt wurde. Die Gastgeber hatten insgesamt die größeren Spielanteile, mehr Ballbesitz und den größeren Zug zum Tor. In der ersten Hälfte versuchten beide Teams mit durchdachten Spielzügen über das Mittelfeld ihre Angreifer in Szene zu setzen. Zum Torabschluss kam es jedoch so gut wie gar nicht auf beiden Seiten, da die Abwehrreihen durch kluges Verschieben und Zustellen nichts zuließen.

Bilder

SVH-Führung vor der Pause

Zwei Spielszenen sind daher nur herauszuheben. In der 27. Minute die klare Möglichkeit für den SVH in Führung zu gehen. Andreas Meßner konnte in halblinker Position den Flachpass gut verarbeiten und stürmte allein aufs gegnerische Tor zu, doch sein Abschluss mit dem schwächeren linken Fuß ging knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 39. Minute bestrafte Ricardo Winkler einen fehlerhaften Abwehrversuch der Gäste, in dem er im Straffraum sofort schaltete und aus der Drehung das Leder im Tor zur Führung versenkte. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck.

Jedoch hatte in der 47. Minute zunächst Steffen Zacher auf Wulferstedter Seite die Möglichkeit auszugleichen, als er ziemlich freistehend aus halbrechter Position zum Torabschluss kam. Der Ball strich am langen Pfosten vorbei. Danach strahlten die Gäste bis auf eine Szene Mitte der zweiten Hälfte kaum noch Torgefahr aus. In der 50. Minute kamen die Hausherren zum 2:0. Ricardo Winkler verwertete das schöne Zuspiel von Björn Ohnesorge, in dem er seinen Gegenspieler im Strafraum mit einer Drehung aussteigen ließ und kaltblütig vollendete. In der 55. Minute hatte Alexander Thielecke die Möglichkeit die Führung auszubauen. Sein Nachschuss nach einer abgewehrten Ecke verfehlte knapp das Ziel.

Ohnesorge besorgt vom Punkt den Endstand

Ebenso erging es Ricardo Winkler, der nach einem abgewehrten Freistoß zum Torabschluss kam (78.). Den Deckel zu machte schließlich Björn Ohnesorge in der 83. Minute, der einen Foulstrafstoß in gekonnter Manier verwandelte, nachdem vorher Ricardo Winkler im Strafraum von den Beinen geholt wurde.

Insgesamt muss man beim SVH auch die vorgegebene taktische Disziplin und deren Umsetzung lobend hervorheben als ein Baustein dieses Derbysieges.

Statistik

Hötensleben: Hoffmann- Doerge, Rudloff, Künne (53. Thielecke), Meßner (88. Wiedecke), Winkler (90.+1 Meyer), Ohnesorge, Riedl, Deicke, Domagala, F. Kittel.

Germania: Beisch- Behrens, Ilsmann, Grzenda, Huth, Reimann, Brunke, Zacher, Zabel (56. Charwat, 70. Matthias), Schütze, Jahn.

Torfolge: 1:0 Winkler (39.), 2:0 Winkler (50.), 3:0 Ohnesorge (83.)

Schiedsrichter: Michael Bode (Wanzleben- Börde)

Zuschauer: 283.