Ausleben l Im westfälischen Appelhülsen trat Röper unter der Leitung von Landestrainer Nico Stahmann zum Deutschlandpreis der besten Vierkämpfer an.

Die Gastgeber hatten ihre Anlage dafür hervorragend vorbereitet, um den 110 Reitern in den Klassen A (zwölf Mannschaften) und E (zehn Teams) beste Bedingungen zu bieten. Die Teilnehmer mussten sich in einem Geländelauf von 3.000 beziehungsweise 2.000 Metern, einem Schwimmen über 50 Meter Freistil sowie Dressur und einem Stilspring-Wettbewerb der entsprechenden Klassen messen.

Platz acht bei der Dressur

Den Auftakt machten an einem langen Wettkampfwochenende am Freitagabend die Läufe. Die traditionell starken Teams aus Westfalen ließen dabei sofort erkennen, wer das Niveau in dieser Disziplin bestimmt. Der Samstagvormittag war den Dressur-Wettbewerben vorbehalten. Eine Besonderheit des Vierkampfes besteht darin, dass zwei Reiter eines Teams die in der Abteilung zu reitende Dressuraufgabe auf Fremdpferden bestreiten müssen. Das Losglück bescherte den Sachsen-Anhaltern Tiere des Gastgebers Westfalen, die von Julia Heddicke und Anika Röper geritten wurden. Damit erlangten sie in dieser Teildisziplin am Ende einen sehr guten achten Platz. Im Stadtbad Münster wurden am Nachmittag die Wettbewerbe im Schwimmen ausgetragen. Hier belegten Röper und Co. Rang fünf.

Der finale Sonntag stand letztlich ganz im Zeichen der Spring-Wettbewerbe. In dieser Disziplin war es ebenfalls so, dass zwei Sportler jeder Mannschaft den Parcours auf unbekannten Pferden bewältigen mussten. Anika Röper blieb davon dieses Mal verschont und trat mit ihrem Pferd Campari Lane an. Sie blieb ohne Abwurf, ebenso wie ihre Teamkolleginnen.

Nach Auswertung aller Einzeldisziplinen konnte sich das junge Stahmann-Team, dass im letzten Jahr in dieser Besetzung noch im E-Vierkampf gestartet war, über einen sehr guten achten Platz freuen. Röper erreichte als beste Starterin Sachsen-Anhalts den 18. Platz. Im Frühjahr 2021, beim nächsten Bundesvierkampf, sollen diese Leistungen dann noch einmal bestätigt und möglichst verbessern werden.

Sievers sammelt Erfahrungen

Zeitgleich, allerdings beim Pferdezucht- und Reitverein Luhmühlen (Niedersachsen) startete Sophie Sievers für den RFV Ausleben bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Vielseitigkeitsreiter. Da auch eine Prüfung der Erwachsenen stattfand, konnte die junge Sachsen-Anhalterin Top-Stars wie Ingrid Klimke und Michael Jung einmal hautnah erleben. In ihrem eigenen Wettbewerb lagen die Anforderungen der CCI3*-L-Prüfung enorm hoch, so dass es in erster Linie darum ging, neue Erfahrungen zu sammeln. In der Dressur erreichte Sivers eine Wertnote von 55 Prozent.

Im Geländeritt musste die junge Sportlerin aber frühzeitig aufgaben, da sich ihr Pferd Condelena an einem der ersten Hindernisse verletzte. Für Sievers war dies aber keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

Bereits im nächsten Jahr möchte sie erneut angreifen und sich wieder für den Wettbewerb qualifizieren.